Thomas Schroeter von bab.la im Interview mit Sian-Ru Lai

Wer meinen Tweet verfolgt weiss dass ich seit ca. einem Tag in Hamburg bin. Passend dazu gibt`s heute natürlich ein Interview mit bab.la (Thomas ist CEO & Founder von bab.la), die Ihren Sitz auch in Hamburg haben. bab.la wurde von BAs finanziert wie z.B. Lukasz, Oliver, Michael, Ron, Arend, Dennis u.a. finanziert, und lt. compete vom heutigen Stand scheinen die noch gut auf Wachstumskurs zu sein. Gratulation!

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Sian: Wie bist du auf den Namen und auf die Geschäftsidee gekommen?

· Es gibt zwei Versionen der Geschichte: Meine Lieblingsversion geht wie folgt: Damals, beim Turmbau zu bab.la äh Babel vor vielen tausend Jahren, öffnete sich plötzlich der Himmel… eine unbekannte Stimme sprach zu den Menschen und gab unseren Vor-Vor-Vorfahren mit auf den Weg, dass die Menscheit später einmal ein Sprachportal namens „bab.la“ gründen sollte. Dieses wertvolle Wissen wurde besser gehütet als der heilige Gral und von Generation zu Generation weitergegeben, bis es schließlich in 2007 endlich Wirklichkeit wurde: bab.la wurde gegründet.

Die andere Version geht so: bab.la ist eine Mischung aus „blabla“, „Babel“, „hablar“, „babbla“ (schwedisch für „quatschen, reden“) und „Languages“. Ein Kunstwort, haben wir selbst erfunden – und dabei 250.000 € für die Werbeagentur gespart. Hah!

· Die Geschäftsidee ist einfach wie überzeugend: Das Thema Sprachen (ob Wörterbücher, Sprachen lernen oder professionelle Übersetzungen) wandert von anderen Medien teilweise komplett ins Internet ab. Und im Internet warten: Wir!

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Sian: Was ist das besondere an bab.la und was ist der Hauptunterschied zu babbel.com?

· Wir wollen das größte Wörterbuch der Welt und die Nummer 1 Seite für Sprachen im Netz werden. Dazu bieten wir eine große Palette an Produkten rund um das Thema Sprachen an: Von Wörterbüchern zum Nachschlagen bis zu professionellen Übersetzungen von zertifizierten Übersetzern, von Sprachspielen bis hin zu Sprachtests, von einem freien Vokabeltrainer bis hin zu einem Premium-Angebot. So erreichen wir eine möglichst große Zielgruppe: Anfänger und Experten, für den Eigengebrauch bis hin zu professionellem Bedarf, von Spaß bis ernsthaftem Lernen. Und das in 13 Sprachen. Ich sag mal: Das kann nur bab.la!

thomas-schroeter-sian-ru-laiSian: Was war bisher dein größter beruflicher Misserfolg? Bzw. Was war der größte Fehler den du jemals gemacht hast?

· Puh, eine ziemlich plakative Frage. Ich drücke mich mal davor… Einen besonders schönen Fehler habe ich mir im letzten Jahr geleistet, als ich versehentliche die gesamte bab.la Datenbank mit allen Übersetzungen gelöscht habe. Zum Glück hatte Patrick kurz vorher ein Backup gemacht hatte und alles schnell wieder hergestellt. Einen kurzen Herzstillstand hatte ich aber trotzdem…

Sian: Wie ist deine Meinung zu: “Bootstrapping vs. VC-Kapital“? und Warum?

· Ich würde jedem raten, Energie und Gehirnschmalz in Idee, Team und Umsetzung zu stecken. Zur Finanzierung gibt es keine goldene Regel: Beide Wege können vernünftig sein. Daher: Vollgas – dann kommt das Geld schon.

Sian: Was sind deiner Meinung nach die wichtigsten 5 Erfolgsfaktoren für ein Start-Up?

· Ich bin sicher, dass es hierzu bereits viele schlaue Listen gibt. Mein Mehrwert ist also sicherlich begrenzt. Ich würde sagen (ich gebe offen zu, dies ist plakativ):

· 1. Team. Das beste Team gewinnt.

· 2. Umsetzung – und zwar Vollgas! Idee ist Silber, Umsetzung ist Gold.

· 3. Ach ja: Eine Idee!

Sian: Welche Tipps würdest du einem Start-Up geben?

· Gutes Team aufbauen, schnell umsetzen, Idee ständig weiterentwickeln & immer wieder ausprobieren. Mir kann niemand erzählen, dass die Microsoft- oder Google-Jungs damals schon genau wussten, in welche Richtung sie sich entwickeln würden…

Sian: Stell dir vor du hast 3 Millionen und könntest in 3 Start-Ups (die nicht älter sind als 12 Monate) jeweils 1 Million investieren. Welche wären das? (dich selbst natürlich ausgeschlossen)

· Il Syndicato. Start-Up eines Freundes. Das beste Café Berlins. Riesen-Potenzial für weltweiten Rollout.

· Silbertool (www.silbertool.de): Auch ein Start-Up eines Freundes, Gewinderollen im Handumdrehen. Echte Old Economy.

· Minewolf (www.minewolf.com): Minenräumgeräte. Auch kein Internet – aber ich darf schließlich nicht in bab.la investieren!

Sian: Was sind die News, die ihr über euer Unternehmen in den Nachrichten lesen wollt? Wie würde diese Schlagzeile aussehen?

· „bab.la kauft Google.“

Sian: Welches Buch hast du als letztes gelesen? Welches würdest du weiterempfehlen?

· Empfehlenswert ist natürlich immer „Die Entdeckung des Himmels“ von Harry Mulisch. Ein Klassiker.

· Immer weiterempfehlen würde ich: „Profite oder Pokale in der Fußball-Bundesliga?“ Von mir. Meine Diss! ;-)

Sian: Stell dir vor es würde kein Internet geben, was für ein Start-Up hättest du dann gegründet?

· Einen Fußballverein? Oder die beste Espresso-Bar Berlins?

Sian: Ich danke dir, dass du dir die Zeit genommen hast!

Mehr Informationen zu bab.la

http://de.bab.la/

Filed Under: Entrepreneurs, Interviews

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