Monthly Archives: Mai 2010

Shortnews

Wisdom of the crowd – Gewinn von Lena wurde vorhergesagt

Ich hab mal wieder was entdeckt…

Der Sieg von Lena Meyer-Landrut beim Eurovision Song Contest in Oslo ist auch ein Sieg für den Internet-Konzern Google. Eine Software des Konzerns, ein sogenanntes Prognose-Gadget (Screenshot siehe oben), hatte die 19-Jährige mit ihrem Song “Satellite” seit Tagen und bis zum Wettbewerb am Samstagabend richtig auf Platz eins erwartet. Damit gelang es Google bereits zum zweiten Mal in Folge, den ESC-Sieger vorherzusagen – auch den Sieg des Norwegers Alexander Rybak mit “Fairytale” vor einem Jahr hatte die Software errechnet.

Google berechnete anhand internationaler Suchanfragen die Popularität der 25 Finalisten und ermittelte, wie viele Punkte sie danach erhalten würden. Wie auch bei der Punktevergabe durch die Telefonabstimmung im Wettbewerb berücksichtigte die Software dabei nicht die Anfragen aus dem Land des Sängers. Das Programm taugt scheinbar allerdings nur dazu, den Sieg zu prognostizieren: Wie im vergangenen Jahr lag die Prognose für die folgenden Plätze auch diesmal vollkommen daneben. So erwartete Google für den Zweiten Türkei nur Platz 10, für den Dritten Rumänien wurde ein neunter Platz errechnet und der Vierte Dänemark landete in der Prognose sogar nur auf Rang 19.

Und wer immernoch keinen Ohrwurm hat:

httpv://www.youtube.com/watch?v=esTVVjpTzIY

Alternativ auch hier bei Simfy, bei dem ein Buddy von mir investiert hat, “Sattelite von Lena” anhören….

Marketing - SEO/SEM/SMO

kurze URL Facebook – mehrere Vanity URLs selbstgemacht

Ja, auch jetzt erzählen noch viele Social Media Berater, dass man mit seinem Facebook-Konto nur eine einzige Vanity URL einrichten kann.

Für diejenigen die nicht wissen was damit gemeint ist, wollte ich mal wieder einen Artikel schreiben:

http://www.facebook.com/glamya <= das hier ist z.B. eine Vanity URL, sodass man nicht eine ewig lange URL wie z.B. http://www.facebook.com/pages/-Beauty-Angels-Fur-noch-mehr-Glamour-auf-der-Welt/315571371739?v=wall benötigt.


Das man pro Konto nur eine Vanity URL haben kann ist nicht richtig. Es gibt eine Möglichkeit dies zu umgehen. Und das auch noch “hoch” offiziell. Also hier die 5 einfachen Schritte:

1. Erste Seite kann man ganz normal unter: http://www.facebook.com/username/ anlegen.

2. Dann legt man eine/mehrere Facebook-Seite an.

=> unter http://www.facebook.com/pages/create.php. Das sieht in etwa wie folgt aus…

3. Dann muss man schauen dass mehr als 25 (früher 100) Leute auf “gefällt mir” klicken. (früher FANs werden)

das könnte dann so aussehen…

4. dann geht man wieder auf http://www.facebook.com/username/ und klickt auf

5. Im Polldown dann die jeweilige Seite auswählen & Vanity-URL wählen. => Fertig. Easy oder?

Falls meine Beschreibung zu schlecht war, und du einen Social Media Consultant benötigst der dich bei der Umsetzung unterstützt, kannst du Marco oder Jan kontaktieren. Freunde & Profis aus Berlin, die vielleicht noch Kapazitäten für neue Social Media Projekte haben. Ich wünsche dir/euch noch viel Erfolg!

Sian

Interviews

Markus Wölflick von gutefrage.net im Interview

Sian: Du bist seit fast 4 Jahren CEO bei gutefrage.net. Und seit Anfang 2010 auch CEO bei pointoo.de. Wie bekommst du alles unter einen Hut, und wie sieht ein typischer Arbeitstag bei dir aus?

  • Mit den Aufgaben ist glücklicherweise auch unser Team personell mitgewachsen. Wir haben es geschafft für alle leitenden Funktionen echte Online-Experten mit Führungserfahrung zu gewinnen und an die gutefrage.net zu binden. Folglich konnte ich mich in den letzten Monaten etwas mehr aus dem Tagesgeschäft von gutefrage.net zurückziehen und mich vermehrt unserem neuen Projekt www.pointoo.de widmen. Mit dem locaten based service Pointoo haben wir noch viel vor und wollen dort v.a. Community Funktionen ausbauen, um mehr Bewertungen, Kommentare und Nutzereinträge zu generieren
  • Mein typischer Arbeitstag gliedert sich völlig unspektakulär in etwa 50% Meetings mit den Team und 50% Arbeitszeit am Rechner. Abends tauche in dann hin und wieder gerne selber in unsere Communities mit ein als normaler Nutzer.

Sian: Was war bisher dein größter beruflicher Erfolg & Misserfolg?

  • Mein größter Erfolg ist sicherlich die erfolgreiche Gründung von gutefrage.net die letzten knapp 4 Jahre, dokumtiert etwa im erstmalige Aufstieg in die Top 10 der AGOF (IV-2009). Wobei der Erfolg ja auf guter Teamarbeit beruht und auch der Geldgeber Holtzbrinck seinen Anteil am Erfolg daran hat.
  • Misserfolge gehören dazu und die gab es immer mal wieder in den bisherigen beruflichen Stationen beim ADAC Verlage, amazon.de und Thalia. Besonders in Erinnerung ist mir mein sehr, sehr kurzes berufliches Intermezzo bei der Süddeutschen Zeitung – irgendwie war mein Aufgabengebiet schon besetzt, als ich anfangen wollte. Also alles andere als ein Erfolg.

Sian: Wenn ich mir eure IVW-Zahlen anschaue mit über 30. Mio. Visits im April, dann wirst du ja einiges richtig machen. Was sind deine Geheimnisse zur Nutzergewinnung?

  • Mit gutefrage.net haben wir von Anfang an im ganzen Team einen klaren Fokus auf den Schwerpunkt „Ratgeben“. Deswegen ging es uns nie um die Masse an Neuregistrierungen, sondern immer mehr darum, ein gemeinsames Ziel zusammen mit den Nutzern auf der website zu verfolgen. Gutefrage Nutzer sollen anderen Nutzern helfen. Dieser Fokus hat eine schöne Eigendynamik entwickelt und uns im Schwerpunkt weitere Nutzer gebracht, die das selbe Ziel verfolgen – ab dem Zeitpunkt konnten wir stark von Weiterempfehlung als „Marketinginstrument“ bauen. Auf unseren jungen thematisch ausgerichteten Plattfomen wie www.finanzfrage.net oder www.gesundheitsfrage.net gehen wir identisch vor und auch dort sind wir in der Nutzergewinnung auf einem sehr guten Weg
  • Einen zweiten Schwerpunkt in unserem Reichweitenaufbau bildet die Suchmaschinenoptimierung. Wir freuen uns, wenn ratgebende Inhalte von gutefrage nicht nur den eingeloggten Nutzern weiterhelfen, sondern auch Nutzern, die über Suchmaschinen auf gutefrage kommen

Sian: Deine Prognose zum iPad. Top oder Flop? Wird es bald auch eine gutefrage-App für`s iPad geben?

  • Ich vermute mal zwischen Top und Flop. Der aktuelle Hype kommt mir überzogen vor. Wobei ich in dem Punkt bestimmt ein schlechter Tippgeber bin. Auch dem iPhone hätte ich den großen Erfolg so noch vor einem Jahr nicht zugetraut
  • Mit gutefrage und pointoo haben wir im mobilen Bereich Nachholbedarf. Mal sehen, was uns heuer dazu noch gelingt

Sian: Was sind deiner Meinung nach die wichtigsten 5 Erfolgsfaktoren für ein Web-Start-Up?

1)      Ein klares Konzept inkl. einer Vorstellung, wie die websites auch Umsätze abwirft

2)      Einen Fokus auf wenige Fachbereiche, in denen man versucht, nicht nur gut sondern sehr, sehr gut zu werden

3)      Ein kleines, hoch motiviertes Team von erfahrenen Onlinern

4)      Ausreichend Finanzierung zumindest mal für ein Jahr, denn Wunder auf den ersten Metern nach der Gründung geschehen eher selten

5)      Die website selbst braucht einen eindeutigen USP. Man sollte in einem Satz erklären können, warum die Online Welt dieses neue Projekt braucht

Sian: Was sind die News, die ihr über euer Unternehmen in den Nachrichten lesen wollt? Wie würde diese Schlagzeile aussehen?

  • Ich versuche es mal mit zwei ganz unterschiedlichen news, einer mehr aus der B2C Ecke und einer mehr aus der Branchenecke

1)      Immer mehr Gutefrage.net Nutzer helfen mit ihren Erziehungstipps jungen Vätern und Müttern mit einfühlsamen Antworten

2)      Gutefrage.net erstmals in den Top 5 der AGOF

Sian: Welches Buch hast du als letztes gelesen? Welches würdest du weiterempfehlen?

  • Den „Räuber Hotzenplotz“ zusammen mit meinem 4 jährigen Sohn. Er ist total begeistert und ich kann diesen Kinderbuchklassiker von Otfried Preussler gerne weiterempfehlen für Papas mit kleinen, wilden Jungs oder Mädchen – aber den kennt ja eh jeder

Sian: Ich danke dir, dass du dir die Zeit genommen hast!

Mehr Informationen zu gutefrage.net:

http://www.gutefrage.net/

Shortnews

“Apple läuft auf dünnem Eis”

Eben auf Meedia gelesen und auf der next10 mitbekommen, dass Apples iPad, das Ende Mai auch in Deutschland erhältlich sein wird, die an Technik interessierte Bevölkerung beschäftigt. In die Vorfreude und Lobgesänge auf Apple mischen sich aber immer mehr kritische Töne. Der Kontroll-Wahn, die zunehmende Kommerzialisierung und der Druck der Finanzmärkte könnten den Kaliforniern ein Image-Problem bescheren, meint der Marken-Experte Michael Frank, Geschäftsführer der Münchner Agentur Plan.Net.

Mit dem iAd-System erhalten Software-Entwickler die Möglichkeit, Werbung über ihre Apps zu vertreiben – Apple werde die Anzeigen verkaufen und sie schalten. Und für diesen “Service” verlangt Apple angeblich stolze 40% Provision für sich. Meiner meinung nach viel zu viel. Zum Glück gibt`s ja noch Anbieter wie z.B. AdMob, die von Google übernommen wurde, oder lokale Anbieter aus Deutschland wie z.B. smatoo, YOC oder madvertise, die mit ihrem “App KatAPPult” den App-Entwickler garantieren können in die TOP25 zu kommen.

Wer eine schnelle Übersicht bekommen möchte über iAd kann sich ja folgende Videos von Steve anschauen:

httpv://www.youtube.com/watch?v=q7WVt63S49s

httpv://www.youtube.com/watch?v=32wOPLCtj9E

Greetz, Sian

Interviews

Jochen Gary und Björn Sjut von be2.de im Interview

Sian: Hi Björn & Jochen, ihr seid  ja bei der Partnerbörse be2 für`s Marketing verantwortlich. Und das scheint recht erfolgreich zu sein. Gratulation! Welche Marketingformen setzt Ihr ein?

  • be2 unterscheidet ganz klassisch zwischen Online und Offline Marketing. Im Online Umfeld setzen wir auf Display Ads, SEA, SEO und Social Media Ads. Dies ergänzen wir durch TV in ausgewählten Märkten. Wir sponsoren auch Events und bieten so interessierten Singles auf Partnersuche auch die Möglichkeit uns kennenzulernen, z.B. das BarCamp München. Jochen hat den Hut für SEO auf, ich für das restliche Online Marketing.
    Kurz zum Hintergrund: be2 ist eine Partnerbörse für Singles im Internet. Wir unterstützen die Partnersuche durch unseren wissenschaftlichen Persönlichkeitstest und darauf basierenden Partnerempfehlungen.

Sian: Jochen, alle Start-Ups konzentrieren sich derzeit auf SEO. Google baut das Thema Universal Search immer weiter aus. Glaubst du dass langfristig die Suchmaschinenoptimierung weiterhin so eine Bedeutung haben wird? Oder sogar noch mehr?

  • Suchmaschienenoptimierung wird auch in Zukunft von großer Bedeutung sein. Allerdings wird es für Unternehmen, die mit SEO erfolgreich sein wollen, schwieriger sich vom Wettbewerb zu differenzieren und alle relevanten Bereiche von SEO abzudecken. Das betrifft nicht nur die Bereiche Dating oder Partnersuche im Internet.
    Nicht nur Start-ups konzentrieren sich auf SEO. Das Thema ist auch in vielen großen Unternehmen angekommen. Diese bauen SEO-freundliche Websites und achten auf Link-Strukturen. Zusammen mit den Start-ups wird es damit zunehmend schwieriger für Nicht-Nischen-Themen zu ranken. SEO bleibt dabei für viele ein signifikanter Online Kanal. Das heißt im Umkehrschluss: SEO halbherzig geht nicht mehr, Unternehmer müssen richtig investieren, um erfolgreich zu sein. Search in News, Maps, Blogs … die Nutzerzahlen von Facebook entsprechen denen von Google … das sagt mir SEO bedeutet zunehmend, dass man sich nicht nur um die Suchergebnisse in Google, sondern eben auch um Social Media kümmern muss.

Sian: Björn, gibt es auch Offline-Kampagnen mit denen du gute Erfahrungen gemacht hast? Wie macht man hier das Tracking?

  • Klar haben wir gute Erfahrungen mit Offline Kampagenen gemacht. Wir tracken zum Beispiel, indem wir im Zeitraum der Online-Kampagne den relativen Anstieg der Nutzer zum Normallevel messen. Das ist ganz gut möglich, wenn die Rahmenbedingungen der Offline-Kampagne konstant bleiben. Andere Möglichkeiten bestehen darin, spezielle Landing Pages oder spezielle TV-Domains in der Kampagne zu bewerben. Der Traffic über diese kann dann direkt zugeordnet werden. Da nie alle die Landing Page ansteuern werden, ist das nie 100% korrekt. Außerdem messen wir Anstiege der Google Brand Searches. Wer Telefon-Conversions durch Offline-Marketing erzeugen will, sollte eine andere Telefonnummer in diesen Kampagnen einsetzen, als bspw. auf der Website und so die Conversions zuordnen.

Sian: Was sind die größter Fehler man im Online-Marketing machen kann. Was waren bisher deine schlimmsten Faupax?

  • Definitiv einfach laufen lassen. Online Marketing braucht Steuerung. Jeden Tag kann sich etwas ändern. Wir würden diesen Fehler natürlich nie machen.

Sian: Ihr scheint euch im Marketing ja recht gut auszukennen. Jochen, wie war dein Einstieg und wie hast du dich am Anfang eingearbeitet?

  • Das Internet bietet ein wahre Fülle an Infos zum Thema SEO. Da kann man sich gut einlesen. Ich denke da an Klassiker wie die Google-eignenen Blogs oder SEOMOZ, aber auch Blogs von Freunden. Das Wissen konnte ich dann mit den anderen SEOs bei be2 diskutieren. Diese brachten dann das Branchenwissen zum Thema Partnerbörse, Online Dating & Co. mit und somit ging der Einstieg für mich recht schnell. Die Mischung aus Technik- und Markt-Sicht fand ich von Anfang an spanned.

Sian: Neben be2 gibt es ja noch zahlreiche andere Dating- & Matchmakingportale wie z.B. eDarling, neu.de, friendscout24, meetic etc. Wie schaffst du hier die Differenzierung im Online-Marketing und was würdest du anderen Gründer empfehlen?

  • Unterschieden wird bei Online Partnerbörsen zwischen Dating und Matchmaking. Die Partnerbörse be2 zielt auf die Vermittlung langfristiger Partnerschaften auf Basis konkreter Partnervorschläge ab und ist damit ein Matchmaker.
    Kundenzufriendheit ist unser höchstes Ziel, daher arbeiten wir ständig an weiteren Verbesserungen unserer Partnerbörse Plattform im Sinne unserer Nutzer. Unser Kundenservice erhält immer Bestnoten in unseren Befragungen, worauf wir stolz sind. be2 ist einzigartig, da wir in mehr als 35 Ländern aktiv sind und damit wirklich global operieren. Das schafft eine einzigartige Arbeitsatmosphäre. Egal ob „Frau sucht Mann“ oder „Er sucht Sie“, auf Basis unseres Persönlichkeitstest bekommen unsere Kunden personalisierte Partnervorschläge. Das ist uns wichtig.
    Gründern kann ich empfehlen von vorne herein zu überlegen: Was an meinem Geschäftsmodell ist kopierbar? Im Netz ist es immer noch Usus andere Seiten zu klonen. Differenzierung wird dann sehr schwer, wenn der Fast Follower alles sofort nachmacht.

Sian: Jochen, was sind deiner Meinung nach die wichtigsten Faktoren um eine hohe CVR zu erzielen?

  • Aus meiner Sicht sind das: „richtiger“ Traffic, d.h. die Besucher sind mit einer passenden Intention auf der Seite gelandet (Keywords, Bilder in Banner), Seitenladezeit, schnelle Vermittlung des Service-Angebots (2 Sekunden max.), ansprechendes Design, Trust-Elemente, weiterführende Informationen wenn gesucht, einfach zu findende Registrierung und einfache Registrierung, also so wenig Daten wie möglich abverlangen.

Sian: Björn, welches Web-Unternehmen hat deiner Meinung nach die besten Landingpages?

  • Das hängt stark davon ab, was das Ziel des Unternehmens ist. Google wird immer noch besser darin, über seine „Landing Pages“ Suchen zu erzeugen. Bspw. indem Navigationselemente, die nicht direkt suchbezogen sind, erst verzögert eingeblendet werden.
    SEOMOZ (http://www.seomoz.org/pro_landing.php) hat ein sehr schönes Beispiel für eine sehr lange Landing Page, die ein komplexes Produkt ausführlich erklärt und trotz vieler Bildschirmlängen einen kontinuierlichen Conversion Druck mit dem Ziel Aboverkäufe aufbaut.
    Es gibt also aus meiner Sicht nicht ein Unternehmen, das die perfekte Landing Page für jeden Zweck baut. Aber man findet je nach Unternehmensziel immer gute Best-Practice-Beispiele, wenn man sich ein wenig umsieht.

Sian: Welches Buch hast du als letztes gelesen? Welches würdest du weiterempfehlen?

  • Jochen: fachlich – http://www.seobook.com/blog, nicht wirklich ein Buch, aber ab und an gute SEO Infos und Analysen J – Belletristik – D. Benioff „City of thieves“, definitiv empfehlenswert
  • Björn: Das Buch „What makes them Click – Neuro Based Web Design“ von Susan M. Weinschenk. Es ist ein Versuch, Erkenntnisse aus der Neurologie auf die Optimierung von Online-Angeboten anzuwenden, der in Teilen sehr gut gelungen ist.

Sian: Ich danke dir, dass Ihr Euch dir die Zeit genommen habt!

Vielen Dank von uns beiden.

Mehr Informationen zur be2 Partnerbörse für Singles:

http://www.be2.de/

Shortnews Trends

Textübersetzung per Schnappschuss – Google macht`s bald möglich

Etwas worauf ich auch schon lange gewartet habe ist bald verfügbar. Wie immer wird Google derjenige sein, der es einmal wieder schafft 2-3 Services zu bündeln und ein geniales Produkt auf den Markt zu werfen.

Denn die neue Version von Google Goggles, die visuelle Suche für Android-Mobiltelefone, unterstützt ab sofort die automatische Übersetzung mittels Handykamera. Von fremdsprachigen Straßenschildern bis hin zu exotischen Speisekarten: Die Integration von Googles Übersetzungsservice in Google Goggles ermöglicht euch spontane Übersetzungen von unterwegs.

Cool oder?

Derzeit unterstützt der Übersetzungsservice in Goggles die Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch. Eine Erweiterung des Angebots um weitere Sprachen gibt`s demnächst auch…

Grüße, Sian

Interviews

Mario Körösi von werbeboten.de im Interview

Sian: Hi Mario, du bist ja gerade dabei werbeboten.de zu gründen? Was macht werbeboten und was macht euch so besonders?

  • An der Idee zu werbeboten.de arbeiten wir seit einem halben Jahr. Damals sind wir auf Jason Sadler von iwearyourshirt.com aufmerksam geworden – der Werbe-T-Shirts trägt und sich selbst online vermarktet. Wir haben überlegt wie wir das Konzept breiter aufstellen können und kamen so auf werbeboten.de. Bei werbeboten.de können z.B. Studenten durch das Tragen von Werbe-T-Shirts Geld verdienen. Sie erstellen einen kurzen online Bericht und schießen ein Foto etc. Das besondere an werbeboten.de ist, dass wir werbenden Unternehmen jeweils die passenden Werbeboten für ihr Produkt anbieten können. Durch unseren Auswahlprozess stellen wir sicher, dass wir wirklich interessierte und aktive Werbeboten für die jeweilige Kampagne auswählen. Im besten Fall werben die Unternehmen damit sogar direkt in Ihrer Zielgruppe – wie z.B. bei unserer aktuellen Kampagne mit bookya.

Sian: Du hast vor kurzem ja bereits erfolgreich ein anderes Projekt gelaunched und habt sogar das Exist Gründerstipendium erhalten. Woher nimmst du die unternehmerische Kraft so viel parallel zu machen?

  • Vor rund zwei Jahren habe ich angefangen, an netzschaffende.de zu arbeiten – damals noch neben meinen Job als Gründercoach an der Handelshochschule Leipzig. Dort habe ich einige Erfahrung mit dem Umgang von Förderprojekten gesammelt und es letztlich geschafft, ein Gründerstipendium des BMWi für mein Team und mich zu erhalten. Ich mache nicht so viel parallel. Die Idee zu werbeboten.de hat mit einer Gedankenspielerei begonnen und sich verselbstständigt. Das geht im Moment auf Kosten von netzschaffende.de. Man sollte natürlich aufpassen, dass man den Fokus nicht aus den Augen verliert.

Übrigens, netzschaffende.de bietet Gründern und kleinen Unternehmen die Möglichkeit, schnell Aufgaben wie die Erstellung von Webseiten, Logos oder Übersetzungen durch Freischaffende zu erledigen.

Sian: Was war bisher dein größter beruflicher Misserfolg? Bzw. Was war der größte Fehler den du jemals gemacht hast?

  • Mein größter Fehler war bei netzschaffende.de insgesamt zu lange für die Entwicklung gebraucht zu haben. Wir wollten alle Eventualitäten berücksichtigen und haben viel zu langfristig gedacht. Bis wir am Markt waren, haben andere ähnliche Konzepte parallel entwickelt und sind jetzt weiter als wir. Das lief bei werbeboten.de z.B. anders.

Sian: Wie ist deine Meinung zu: “Bootstrapping vs. VC-Kapital“? und Warum?

  • Durch Bootstrapping – einer Form der Eigenfinanzierung – wird relativ schnell klar, ob ein Projekt finanziell funktionieren kann oder nicht. Das Resultat von Bootstrapping sind effiziente, schlanke Strukturen, welche von Anfang an aufs Geldverdienen ausgerichtet sind, denn Geld, was ausgegeben wird, muss hier immer erst durch Umsätze eingenommen werden. Was keinen Umsatz bringt, wird somit nicht gemacht.

Für Projekte wie aktuell z.B. citydeal.de ist eine (VC-) Finanzierung aber unumgänglich, da ein solches Modell zu Beginn keinen Gewinn abwirft und einen hohen Investitionsbedarf besitzt.

Für mich persönlich überwiegen die Vorteile von Bootstrapping im Moment – dazu gehören mehr Selbstbestimmung und ein breiteres Aufgabenspektrum. Man hat aber nicht immer die Wahl, denn einige Geschäftsmodelle sind nur durch hohe Anfangsinvestitionen erfolgreich durchzusetzen z.B. gegenüber Konkurrenten.

Sian: Was sind deiner Meinung nach die wichtigsten Erfolgsfaktoren für ein Web-StartUp?

  • Der wichtigste Erfolgsfaktor ist meiner Meinung nach ein gutes Team, das unbürokratisch und unkompliziert zusammenarbeitet. Die Teammitglieder sollten sich im Kern einig sein, wohin die Reise wie geht und mit komplementären Fähigkeiten ausgestattet sein. An einem von beiden scheitert es meiner Meinung nach in den meisten Fällen.

Sian: Welche Tipps würdest du anderen Gründern mit auf dem Weg geben?

  • Gut überlegen mit wem ihr ein Unternehmen gründet, denn so leicht kommt man nicht mehr auseinander. Überlegt auch ob ihr nicht einige (wenige) Anteile an Unterstützer abgebt. Es kann ungemein hilfreich sein, jemand an das Unternehmen zu binden, der später als Türöffner für die großen Deals sorgt.

Sian: Stell dir vor du hast 3 Millionen und könntest in 3 Start-Ups (die nicht älter sind als 12 Monate) jeweils 1 Million investieren. Welche wären das? (dich selbst natürlich ausgeschlossen)

  • Darauf kann ich im Moment keine richtige Antwort geben. Ich habe kürzlich einige Gründerpitches gesehen. Dort waren tolle Ideen dabei– allerdings nicht Web. Investieren würde ich auf jeden Fall in awibra.de (;

Sian: Was sind die News, die ihr über euer Unternehmen in den Nachrichten lesen wollt? Wie würde diese Schlagzeile aussehen?

  • Über werbeboten.de? „Werbeboten überall: Heute sind 10.000 Werbeboten in ganz Deutschland unterwegs!“

Sian: Welches Buch hast du als letztes gelesen? Welches würdest du weiterempfehlen?

  • Ich habe kürzlich ein Buch über Google SEO /  SEM gelesen. Ich mag auf jeden Fall die Bücher von S. Hawking und co lieber. In meinem nächsten Leben werde ich Astro-Physiker.

Sian: Stell dir vor es würde kein Internet geben, was für ein Start-Up hättest du dann gegründet?

  • Die Nachfrage nach Bratwürsten ist gerade extrem hoch und hier gibt es noch keinen Bratwurststand, was ich nicht verstehe.

Sian: Ich danke dir, dass du dir die Zeit genommen hast!

Mehr Informationen zu Werbeboten

http://www.werbeboten.de/