Monthly Archives: April 2009

Interviews

Jan Schulz-Hofen von spielerkabine.net im Interview mit Sian-Ru Lai

Sian: Für diejenigen die spielerkabine.net noch nicht kennen,… Was macht ihr genau, und was unterscheidet euch wie Communities wie z.B. sportme? Bzw. was ist euer USP?

· Mit SPIELERKABINE.net revolutionieren wir die Berichterstattung im Amateurfußball. Zusammen mit unseren Partnern kicker online, dem kicker-sportmagazin und NikeFootball bieten wir den Amateuren die Profi-Tools, die sonst nur aus der 1. Bundesliga bekannt sind. So haben wir erst kürzlich unser neues Spielberichtsportal veröffentlicht, mit dem Mannschaften bis hinunter in die Kreisklasse professionelle Spielberichte mit Aufstellungen, minutengenauem Spielticker, Fotos, usw. erstellen können. Dabei funktioniert alles nach dem Wikipedia-Prinzip: jeder trägt ein kleines Detail bei und so entsteht kollaborativ ein ausführlicher, spannender Spielbericht, bei dem man schnell das Gefühl bekommt, selbst auf dem Platz gewesen zu sein. Darüberhinaus haben wir natürlich diverse Organisationstools wie Trainings- und Spielkalender, geschlossene Mannschaftsforen und die bekannten Community-Features, auf denen das ganze basiert.

SPIELERKABINE.net ist dabei aber keine reine Sportler-Community. Wir glauben, dass die Leute keine weitere Community mehr neben Facebook, StudiVZ und wer-kennt-wen brauchen. Nur, wer durch seine Plattform einen wirklichen Nutzen anbietet, kann langfristig seine Besucher begeistern.

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Sian: Und wie bist du auf den Namen und auf das Geschäftskonzept gekommen?

· Name und Konzept stammen von meinen Mitgründern Oliver Moser und Christian Reinheimer. Die Idee zu SPIELERKABINE.net wurde schon Ende 2006 geboren. Olli und Christian stehen selbst fast jedes Wochenende auf dem Platz und haben zusammen mit ihren Mannschaften genau die Tools schmerzlich vermisst, die SPIELERKABINE.net jetzt bietet. Der Name war nicht immer SPIELERKABINE.net. Da gab es kurz vor unserem Launch im Juli 2007 einen gewissen “Markenrechtlichen Vorfall”, den man zur eigenen Belustigung und zum Daraus-lernen gern in unserem Blog http://blog.spielerkabine.net nachlesen kann.

Sian: Was war bisher dein größter beruflicher Misserfolg? Bzw. Was war der größte Fehler den du jemals gemacht hast?

· Da gibt es einige — kein Mensch ist fehlerfrei. Ganz besonders wichtig ist es meiner Meinung nach, sich mit den richtigen Menschen einzulassen. Aber aus Fehlern lernt man. Man darf sich dann auf keinen Fall entmutigen zu lassen, sondern muss wieder aufstehen und weitermachen. Den gleichen Fehler begeht man selten zweimal, also kann es nur besser werden!

Sian: Wem gebührt der größte Dank bzw. wer hat dir am meisten geholfen, sodass spielerkabine.net das ist was wir heute sehen & kennen?

· Oh, da gibt es so viele zu nennen. Ich glaube, man kann einfach keinen Erfolg haben, ohne die vielen Leute, die einen hier und da immer wieder unterstützen. Sieh’ dir einmal http://spielerkabine.net/danke an. Da stehen einige wichtige Menschen, die uns mit SPIELERKABINE.net weitergebracht haben.

Sian: Wie ist deine Meinung zu: “Bootstrapping vs. VC-Kapital“? und Warum hattest du dich letztendlich doch dafür entschieden den Olympia-Verlag mit aufzunehmen?

· Das kann man m.E. pauschal nicht beantworten. Es kommt immer auf’s Projekt an. Ideal ist es bei Web-Startups, wenn man einen Launch aus eigener Kraft schafft und erst dann auf Kapitalsuche geht. Dann hat man bereits bewiesen, dass man etwas auf die Beine stellen kann und hat gegenüber Investoren eine ganz andere Verhandlungsposition. Und ich würde auch sagen, dass nicht in jedem Fall Wagniskapital benötigt wird. Viele Geschäftsideen generieren Umsätze von der ersten Stunde an und ermöglichen so ein organisches und nachhaltiges Wachstum. Andere wiederum benötigen eine gewisse Reichweite, um (Vermarktungs-) Erlöse zu erzielen, da ist es dann hilfreich, wenn ein Investor das Marketing anschieben kann.

SPIELERKABINE.net ist im Sommer 2007 ohne externes Kapital gelauncht. Wir haben die erste Version zusammen an einem langen Küchentisch in einer Stuttgarter WG entwickelt. Bei der Suche nach einem Investor haben wir uns dann sehr sorgfältig verschiedene mögliche Partner angesehen. Letztendlich haben wir dann mit dem Olympia-Verlag unseren Traumpartner gefunden. Der OV hat durch das kicker-sportmagazin im Printbereich und kicker online im Internet das ideale Komplementärangebot zu SPIELERKABINE.net. Die Berichterstattung konzentiert sich dabei auf die Profi-Ligen, wohingegen SPIELERKABINE.net nun den Amateurbereich abdeckt. Beide Angebote sind und werden in Zukunft auch noch stärker verzahnt, sodass es beispielsweise auch Kreisligisten möglich wird, in den kicker zu kommen. Das gemeinsame Angebot kann man übrigens auf http://spielerkabine.kicker.de aufrufen.

Sian: Was sind deiner Meinung nach die wichtigsten 5 Erfolgsfaktoren für ein Start-Up?

· Team, Team, Team, Team und Team! Nein, im Ernst: es ist unglaublich wichtig, dass man sich als Gründerteam versteht und genau weiß, worauf man sich beim anderen verlassen kann. Eine gute Idee ist natürlich genauso wichtig, aber es kommt selten vor, dass man der einzige oder erste ist, der eine Idee hat. Am Ende gewinnt, wer sie am besten realisiert hat.

Sian: Welche Marketing-Tipps würdest du einem Online-Start-Up geben?

· Hier ist es ähnlich wie bei der Kapitalfrage. Es gibt keinen Pauschalratschlag. Bei SPIELERKABINE.net setzen wir viel auf Word of Mouth und virale Weiterempfehlung. Wir bemühen uns um erstklassigen Support und setzen alles dran, dass unsere Benutzer vom Produkt begeistert sind. Das spricht dann für sich. Wir haben auch gelernt, wie wir Opinion-Leader identifizieren und ansprechen. Wenn die sich einmal registriert haben, dann ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die anderen nachkommen. Aber sowas benötigt Zeit und für jedes Projekt auf’s neue eine gewisse Erfahrung.

Sian: Stell dir vor du hast 3 Millionen und könntest in 3 Start-Ups (die nicht älter sind als 12 Monate) jeweils 1 Million investieren. Welche wären das? (dich selbst natürlich ausgeschlossen)

· RapidRabb.it, UserVoice, Cotweet

Sian: Was sind die News, die ihr über euer Unternehmen in den Nachrichten lesen wollt? Wie würde diese Schlagzeile aussehen?

· “SPIELERKABINE.net etabliert sich als das Medium Nummer 1 in der Amateurfußball-Berichterstattung”

Sian: Welches Buch hast du als letztes gelesen? Welches würdest du weiterempfehlen?

· Ich komme eigentlich nicht dazu, ganze Bücher zu lesen. Ich lese am liebsten meine Feeds und Twitter.

Sian: Stell dir vor es würde kein Internet geben, was für ein Start-Up hättest du dann gegründet?

· Hmm, unvorstellbar. Vielleicht etwas mit Brieftauben oder Flaschenpost?

Sian: Ich danke dir, dass du dir die Zeit genommen hast!

Mehr Informationen zu SPIELERKABINE.net GmbH

http://www.spielerkabine.net

Allgemein

Bailamo AG gewinnt den ersten Platz bei den Venture Lounge in Berlin

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Die Bailamo AG hat eben den ersten Platz auf der Venture Lounge in Berlin gewonnen. Ich gratuliere!

bailamoIhr kennt Bailamo noch nicht? Bailamo ist DIE neuen Flirt-Browsergame Bailamo !! Nach der überzeugenden Startseite die sofort das perfekte Strand- und Urlaubsfeeling rüberbringt, erwartete dich eine kleine Insel.

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So sieht´s z.B. auf der angenehmen Hängematte aus…. probiert`s einfach mal aus: www.bailamo.de

@Adina: Gratulation & bis übermorgen!

@Mark:  Danke für die Einladung!

@Romy:  schön dich einmal wieder zu sehen.

@azreal74: Ich freue mich schon auf die Video-Interviews

@Kolja: Thx nochmal…

Allgemein Entrepreneurs Interviews

David An von Fettspielen im Interview mit Sian-Ru Lai

Sian: Wie bist du auf den Namen „Fettspielen“ und auf die Idee gekommen nach familyone nun mit Online-Games zu starten?

· Fettspielen ist eine Idee unseres Designers. Wir hatten erst einen anderen Namen, da kam spontan die Reaktion: Warum nicht Fettspielen.de! Online Games, bzw. Spielen gehört zu den Grundbedürfnissen des Menschen. Dementsprechend war uns klar, dass wir mit einem interessanten Angebot erfolgreich positionieren können.

david an im sian-ru-lai interview

(David – rechts)

Sian: Du kommst ja auch aus Karlsruhe. Bist du der Meinung dass sich Karlsruhe sich gut für ein Start-Up eignet? Warum hast du dein Standort gerade in Karlsruhe gewählt?

· Karlsruhe deswegen, weil ich vorher bei WEB.DE gearbeitet habe. Generell ist es ein guter Standort. Top Unis, Technologie Region, eine Menge guter Internet Firmen.

Sian: Wie ich sehe hatte fettspielen.de in den letzten Tagen ein Relaunch. Was war dabei die größte Hürde, und was werden die Gamer in Zukunft noch auf fettspielen.de erwarten können?

· Casual Multiplayer sind unserer nächster grosser Wurf unserer Social Gaming Initiative. Das bedeutet, Spiele in Echtzeit gegeneinander spielen können, dabei bleiben wir aber „casual“.

fettspielen

Sian: Was war bisher dein größter beruflicher Misserfolg? Bzw. Was war der größte Fehler den du jemals gemacht hast?

· FamilyOne war sicherlich kein kommerzieller Erfolg, Fehler gehören aber zu unserem Selbstverständnis: will heißen, schnell daraus lernen und beim nächsten Mal besser machen.

Sian: Dein Unternehmen scheint ja erfolgreich zu sein mit viel Skalierungspotential, wem gebührt der größte Dank bzw. wer hat dir am meisten geholfen?

· Unsere Investoren helfen uns enorm mit ihrem Netzwerk. Das hilft – aber natürlich nur, wenn du ein gutes Produkt hast, mit Innovation und eindeutiger Differenzierung.

Sian: Wie ist deine Meinung zu: “Bootstrapping vs. VC-Kapital“? und Warum?

· Was ist mit Bootstrapping gemeint?

Sian: Was sind deiner Meinung nach die wichtigsten 5 Erfolgsfaktoren für ein Start-Up?

· Einstellung, Durchhaltevermögen, kreative Problemlösungen, Führung, Vision

Sian: Welche Tipps würdest du einem Start-Up geben?

· Durchhalten, lernen, schnell sein

Sian: Stell dir vor du hast 3 Millionen und könntest in 3 Start-Ups (die nicht älter sind als 12 Monate) jeweils 1 Million investieren. Welche wären das? (dich selbst natürlich ausgeschlossen)

· In keines, was jetzt schon am Markt ist. Aber Bereiche, die mich nach wie vor faszinieren, sind Mobile Internet, Search. Aber auch (für mich neue) Themen wie Erneuerbare Energien besorgen micht

Sian: Was sind die News, die ihr über euer Unternehmen in den Nachrichten lesen wollt? Wie würde diese Schlagzeile aussehen?

· Fettspielen.de – Marktführer im Bereich Social Gaming

Sian: Welches Buch hast du als letztes gelesen? Welches würdest du weiterempfehlen?

· An der Bibel bin ich grad dran. Ansonsten „Black Swan“ zugegebenermaßen sehr schwer zu lesen.

Sian: Stell dir vor es würde kein Internet geben, was für ein Start-Up hättest du dann gegründet?

· Eine Zeitschrift

Sian: Ich danke dir, dass du dir die Zeit genommen hast!

Mehr Informationen zu Fettspielen:

http://www.fettspielen.de

Allgemein

StudiVZ verdient mit Edelprofil 24 Mio. Euro pro Monat

oder stimmt die Annahme eher nicht?

Wenn man die #User auf 8Mio. abschätzt und man annimmt, dass etwa 0,1% der Nutzer Edelprofile haben werden, dann kommen wir auf 8000 Nutzer.  8000×3000,- EUR =24 Mio. EUR jeden Monat.

blogwave.de hatte beim VZ-Vermarkter angerufen und herausgefunden, dass die neuen Edelprofile wahrscheinlich 3000,- EUR / Monat kosten werden. (darauf basieren heute die Annahmen…)

Könnt Ihr euch das vorstellen, dass das fliegen wird? Das würde ich gerne von euch wissen.

Wird die VZ-Gruppe mit Edelprofilen in Deutschland erfolgreich sein?

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mfg, Sian. (Danke für`s Vorting)

ps: für diejenigen die noch nie was von Edelprofilen gehört haben gibt`s hier ne nette Beschreibung:

http://www.mehrblog.net/2009/04/260312/studivz-fuhrt-edelprofile-ein/

EDIT: der Nachtrag zu Roman`s kommentar:

Entrepreneurs Entrepreneurship Interviews Investors & VCs

Benjamin Florian Roos von Jobmensa (StudiTemps GmbH) im Interview mit Sian-Ru Lai (Teil2)

Sian: Wie hat denn das alles mit Jobmensa angefangen?

· Hallo Sian, danke für das Interview. Die Geschichte wie wir letztendlich zur Idee von Jobmensa gekommen sind ist sehr lang, ich versuchs trotzdem mal in 3 Sätzen:

Schon seit dem 2.Semester an der WHU habe ich mich mit einigen Kommilitonen mit der Idee getragen zu gründen und wir haben viele Ideen entwickelt und wieder verworfen. Die eine Idee, die wir dann alle toll fanden, fand zum Ende unseres Studentendaseins leider kein Investor so toll, aber Sie half uns mit vielen Investoren ins Gespräch zu kommen und über neue Ideen zu beratschlagen. Schließlich trennten wir das Team und Mario und Robin gründeten zusammen mit Lukasz Käuferportal und vermitteln jetzt Kopierer und Telefonanlagen; Andreas und ich entschieden uns dagegen nach dem Studium zusammen mit Holtzbrinck Ventures Jobmensa zu gründen – eine Studentenvermittlung.

Beim Namen wurde es schon schwieriger, da der Bereich der Jobvermittlungen im Internet nicht gerade neu ist und ich auch keine Lust hatte auf einen latenisch angehauchten Phantasienamen. Wo findet man als Student in der Uni einen Job bzw. Studentenjob? Am schwarzen Brett in der Mensa – der Name Jobmensa war geboren. Studentenjobs nach deinem Geschmack.


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Sian: Was war bisher dein größter beruflicher Misserfolg? Bzw. Was war der größte Fehler den du jemals gemacht hast?

· Wie oben bereits erwähnt haben wir damals viel Zeit und Energie in eine Idee gesteckt, die im Endeffekt niemand so gut fand wie wir. Wir haben mit der Idee Businessplan Wettbewerbe gewonnen, aber kein Risikokapital. Hätte ich noch einmal den gleichen Job als Student bzw. während des Studiums vor mir, würde ich versuchen mein Team viel früher davon zu überzeugen, schon in einer sehr frühen konzeptionellen Phase mit einem Investor zu reden und nicht neben dem Studium eine komplette Webseite zu konzipieren und programmieren zu lassen ohne vorher Feedback zur eigentlichen Idee erhalten zu haben. Bei Jobmensa stand erst die Finnzierung und dann gings an die Umsetzung. Das ist definitiv der angenehmere Weg.

Sian: Dein Unternehmen scheint ja erfolgreich zu sein, wem gebührt der größte Dank bzw. wer hat dir am meisten geholfen?

· Der Dank gebührt meinem bzw. unserem gesamten Umfeld, meinem Mitgründer Andreas, denn man braucht einfach beim Gründen einen Sparingspartner mit dem man sich immer wieder austauschen kann, Holtzbrinck Ventures, die uns immer wieder mit Rat und Tat und vielen Connections zur Seite stehen, den alten Gamegoods gründern, die ich selbst mitten in der Nacht mit der sinnlosesten Frage zur Limited Gründung nerven kann, unserem ersten Mitarbeiter Mitch, der erfolgreich unser Call-Center am Laufen hält und natürlich meiner Freundin, die mich trotz teilweise 16h Arbeitstagen immernoch unterstützt und auch als Student bei der alten Idee unterstützt hat.

Sian: Wie ist deine Meinung zu: “Bootstrapping vs. VC-Kapital“? und Warum?

· Ein gesunder Mix aus beidem ist in meinen Augen die richtige Entscheidung. Man sollte bei einem Start-Up immer versuchen, Kosten an allen Ecken und Enden zu sparen. Andreas und ich putzen bspw. immer noch selbst die Toiletten in unserem Büro, denn dafür können wir uns im Monat fast einen ganzen Praktikanten mehr leisten. Trotzdem ist es gut von Anfang an einen starken Partner und eine gute Kapitalbasis im Rücken zu haben, um seine Entscheidungen mit ein bisschen mehr Gelassenheit treffen zu können. Denn je höher das Risiko ist, desto risikofreudiger ist man auch bei seinen Entscheidungen und das kann einem bisweilen die Weitsicht nehmen. Außerdem führt eine VC Finanzierung dazu, dass man nicht nebenher noch Geld verdienen muss und somit seine gesamte Arbeitskraft in den eigentlichen Job investieren kann.

Sian: Was sind deiner Meinung nach die wichtigsten 5 Erfolgsfaktoren für ein Start-Up?

· Eine gute Idee, die nah am Geld angesiedelt ist.

· Ein gutes und eingespieltes Gründerteam.

· Gute und motivierte Mitarbeiter.

· Eine hohe Skalierbarkeit des Geschäftsmodells.

· Ein guter Investor, der einem mehr gibt als nur Geld.

· Das alles beeinflusst dann die Umsetzungsstärke des gesamten Teams, die Execution wie es so schön heißt, denn man muss immer auf dem Weg an der eigentlichen Idee pfeilen und das Geschäftsmodell ein wenig verändern.

Sian: Welche Tipps würdest du einem Start-Up geben?

· Immer und immer wieder die Kosten kontrollieren und schauen wo Einsparungen möglich sind, früh genug Feedback zu einer Idee einholen und Verbesserungsvorschläge mit einbeziehen und immer nur die besten Leute mit ins Boot holen.

Sian: Stell dir vor du hast 3 Millionen und könntest in 3 Start-Ups (die nicht älter sind als 12 Monate) jeweils 1 Million investieren. Welche wären das? (dich selbst natürlich ausgeschlossen)

· 1 Million in Käuferportal, da ich deren Konzept der Vermittlung von Telefonanlagen und Kopierern echt spannend finde,

· eine Million in Steeereo.de und

· eine Million in ein Start-Up, das momentan noch in seiner Konzeptionierungsphase ist ;)

Sian: Was sind die News, die ihr über euer Unternehmen in den Nachrichten lesen wollt? Wie würde diese Schlagzeile aussehen?

· „Jobmensa wird neues Monster für Studenten“ – das haben wir aber leider schon als Pressemitteilung rausgegeben. Studentenvermittlung Jobmensa senkt Arbeitslosigkeit“ wäre eine schöne Schlagzeile in der Bild.

Sian: Welches Buch hast du als letztes gelesen? Welches würdest du weiterempfehlen?

· Ich lese immer sehr viele Bücher gleichzeitig, geschäftlich immer Bücher die gerade zu meinem Fokus passen: Kundenakquise, Online Marketing, Call-Center, privat kann ich momentan sehr „Die Schocktherapie“ empfehlen. Als Gründer ist man ja immer sehr an freier Marktwirtschat interessiert und das Buch hat mir sehr schön die Schattenseiten des freien Marktes aufgezeigt.

Sian: Stell dir vor es würde kein Internet geben, was für ein Start-Up hättest du dann gegründet?

· Ohne Internet in der heutigen Zeit nach dem Studium mit reinem betriebswirtschaftlichem Hintergrund zu gründen, halte ich für fast unmöglich. Denn nur auf Märkten im Internet hat man als fertiger Student einen Vorteil gegenüber klassischen Geschäftsmodellen – man hat das gleiche oder sogar ein besseres Know-How als Konkurrenten, kennt die Zielgruppe sehr genau, man braucht geringere Anfangsinvestitionen und man kommt sehr schnell in den Markt rein. Wahrscheinlich hätte ich es aber auch mit einer Dienstleistung für Studenten versucht – vielleicht eine offline Studentenvermittlung von Studentenjobs in München oder Berlin. Wobei auch da das Internet sicher hilfreich gewesen wäre.

Sian: Ich danke dir, dass du dir die Zeit genommen hast!

Mehr Informationen zu Jobmensa

http://www.jobmensa.de/

Interviews

Benjamin Florian Roos von Jobmensa im Interview mit Sian-Ru Lai

Sian: Wann und wie sind Sie auf die Idee gekommen sich selbstständig zu machen. Und wie kamen Sie zu der Jobmensa-Idee?

Andy und ich haben an der WHU in Vallendar studiert und dort wird die quasi ab der ersten Vorlesung eingetrichtert, das Gründen doch eine echte Alternative zur Karriere als Investmentbanker oder Berater ist (und das war auch schon vor der Krise so). Myvideo.de, onvista.de,  hitflip.de oder käuferportal.de sind nur einige – insgesamt gab es in den letzten 3 Jahren mehr als 25 WHU-startups. Ich habe mal versucht alle unter https://www.xing.com/net/whustart-ups/ aufzulisten. Die bekanntesten Gründungen sind wohl Jamba und Alando.de, das spätere Ebay Deutschland. Von diesem Gründergeist haben wir uns einfach schon ganz am Anfang des Studiums anstecken lassen. Ich glaube die eine Hälfte des Studiums haben wir nach der einen perfekten Idee gesucht und die andere Hälfte nach einem passenden Investor. Wir haben uns sehr viele Idee angesehen, sehr viele selbst wieder verworfen und für einige, die wir als gut erachtet haben keinen Investor gefunden. Damals noch mit den Jungs von www.käuferportal.de zusammen. Aber Andy und ich wollten von Anfang an was für die Studenten machen, ähnlich wie ihr. Denn man kommt direkt aus der Zielgruppe, weiß welche Probleme die Suche nach einem Studentenjob manchmal bereiten kann, wie viel Zeit man in die Bewerbungsunterlagen steckt, wieder und wieder, so könnte ich jetzt noch lange weiter machen. Kurz und knapp: Wir wollten ein Problem lösen, dass wir selber hatten, nämlich die Suche nach einem passenden Studentenjob erleichtern.

jobmensa

Sian: Für eine Gründung braucht man Kapital. Wie finanziert sich Jobmensa.biz?

Wenn man so jung wie wir es sind gründen will, bleiben einem eigentlich nur zwei Möglichkeiten, die Familie oder Investoren. Denn viele Gründerdarlehen in Deutschland sind an enorme Auflagen geknüpft, für eine Bank ist man nicht vertrauenswürdig genug, da man noch keine Sicherheiten besitzt und selbst hat man noch nicht genug Kapital anhäufen können, da einem die Zeit fehlte. Gerade bei einem Internet-Startup ist die Zahl der Investoren begrenzt – eigentlich gibt es nur drei große Anlaufstellen, die einem nicht nur Geld sondern auch Wissen und ihr Netzwerk bieten können. Man sollte mit allen drei einmal gesprochen haben, denn es ist ein „People Business“, man muss einfach schauen, mit wem man am besten zurecht kommt und wo man auf einer Wellenlänge ist – denn letztenendes basiert die gesamte Idee auf Vertrauen, Vertrauen in die Idee und besonders in die Gründer selbst.

Sian: Welche Hindernisse mussten Sie auf dem Weg in die Selbstständigkeit überwinden?

Die Idee zu finden, dauert lange, aber mit ihr steht und fällt alles ohne eine wirklich richtig gute Idee, sollte man nicht gründen, die Finanzierung ist der zweite Punkt und dann kommt der Papierkram. Eigentlich wollten wir ür nachfolgende Gründer ein kleines „How to beat german bureaucrazy“ schreiben, aber dann waren doch andere Dinge wieder dringender.

Sian: Jobbörsen gibt es mittlerweile so einige. Was entscheidet Jobmensa vom restlichen Angebot der Online Jobbörsen?

Der Matching Algorithmus: Der Grundgedanke des Matching Algorithmus liegt darin, dass sowohl Unternehmen als auch Studenten immer weniger Zeit haben, nach einem passenden Studentenjob z.B. In Berlin zu suchen. Jobbörsen gibt es viele und die meisten zeigen ähnlich einer zeitung alle Stellenangebote als Liste an. Als Student bin ich erst mal 2 Stunden beschäftigt bis ich die 10 Studentenjobs gefunden hab, die in meiner Stadt sind, meinen Qualifikationen entsprechen, den passenden Stundenlohn abwerfen und mir vielleicht sogar Spaß machen. Die Bewerbung läuft dann immer gleich ab. Bewerbungsunterlagen zusammentragen, alles raus an das Unternehmen und warten. Wir wollten die Prozess schneller und effizienter machen. Studenten können quasi einmal sämtliche Suchkriterien angeben und wir übernehmen dann die Suche für sie. Auch ihre Bewerbungsunterlagen für den Studentenjob können Sie alle bei uns zentral verwalten und sie mit einem Mausklick den Unternehmen zuschicken. Unternehmen haben den Vorteil, dass ihr Studenten-Jobangebot nicht öffentlich ist und sie somit nicht eine Woche lang mit Anrufen bombadiert werden ob z.B. das Studienfach Medienwirtschaft für den Studentenjob in Köln auch okay ist anstatt BWL, oder ob eine Bewerbung für einen Studentenjob in München auch ohne Zeugnisse möglich sei, oder ob bei gefordertem fließendem Englisch bei einem Studentenjob in Hmaburg, auch Grundkenntnisse in Englisch für den Studentenjob ausreichend seien…und und und. Bei uns geht das Studenten-Jobangebot nur an passende Studenten und wir treffen somit nicht nur für die Studenten sondern auch für die Unternehmen eine rudimentäre Bewerbervorauswahl – sozusagen Stellenangebote für Studenten inserieren leicht gemacht.

Sian: Welche Marketingspielart verfolgen Sie mit Jobmensa.biz um Ihr Unternehmen bekannt zu machen?

Man muss zwischen dem Marketing auf Unternehmens- und Studentenseite unterscheiden. Die Studenten holen wir größtenteils online ab, und zwar genau dann, wenn sie konkret nach deinem Studentenjob in ihrer Unistadt suchen. Die Unternehmen rufen wir hingegen ganz klassisch an, allerdings stellen wir auch hier den ganz klaren Trend fest, dass Unternehmen sich online umschauen, wo die Studenten sind, und dann dort auch Anzeigen direkt schalten.

Sian: Sehen Sie durch die Finanzkrise konkrete Gefahren auf Ihr Unternehmen zukommen. Oder könnte die Krise für Jobmensa.biz vielleicht sogar nützlich sein?

Wir haben das große Glück im Sommer 2008 kurz bevor die Finanzkrise in ihrer ganzen Wucht zuschlug, eine sehr gute Finanzierung durch Holtzbrinck Ventures erhalten zu haben. Start-Ups die jetzt gerade eine Anschlussfinanzierung suchen, für die wird es schwer. Gute Startups finden aber immer noch gutes Geld zu einer angemessenen Finanzierung. In gewisser Weise hilft uns die Finanzkrise hier das semiprofessionelle potentielle Konkurrenten keine Finanzierung mehr erhalten. Ein gutes Beispiel hierfür ist Spreadshirt die im letzten atomaren Finanzierungswinter eine Blütezeit erlebt haben. Ohne Konkurrenz kommt es auch zu keinen harten Preiskämpfen. Dadurch, dass sich die Unternehmen entscheiden können, nur bei erfolgreicher Vermittlung zu zahlen und Studenten eine gute Möglichkeit sind, Personalengpässe zu überbrücken, zählen somit gerade die Studenten in gewisser Art und Weise sogar zu den Gewinnern der Finanzkriese.

Sian: Sie treffen den Bundeswirtschaftsminister – was würden Sie sich für den Gründungsstandort Deutschland von ihm wünschen?

Oft gehört, immer wieder passend: Weniger Bürokratie. Wir haben fast 2 Wochen nur damit verbracht und bei allen möglichen Ämtern und Registern eintragen zu lassen. Die Anwaltsgebühren und Notarkosten verschlingen Unsummen. Finanzierungen unter 30.000€ rechnen sich wirtschaftlich fast gar nicht, da fast 10% nur an Gebühren anfallen.

Sian: Was würden Sie beruflich machen, wenn Sie sich nicht mit Jobmensa selbständig gemacht und kein Start-up gegründet hätten?

Da ich schon während meines Studiums ständig nach einer guten Idee und der passenden Finanzierung gesucht habe, hätte ich dies auch nach meinem Studium getan, um die richtige Idee zum Gründen zu finden. Die Zwischenzeit hätte ich mit einer Doktorarbeit zum Thema Entrepreneurship, einer Anstellung in einem Start-up oder einer Stelle als Investment Manager bei einem großen Internet VC versucht zu überbrücken.

Sian: Gab es bereits Momente in denen Sie den Schritt sich selbständig zu machen bereut haben?

Viele meiner Freunde unterliegen dem Irrglauben, dass gründen cool oder sexy wäre. Im Grunde ist es aber einfach harte Arbeit – 14-16h am Tag und das 6 Tage die Woche ist keine Seltenheit. Man muss einfach Lust haben selbst etwas aus dem nichts zu erschaffen – nur das erfordert sehr viel Zeit und Mühe. Dabei bleiben natürlich die kleinen Annehmlichkeiten des Lebens auf der Strecke, wie Freunden Familie oder Hobbies. Ich denke schon oft an die „gute alte Zeit“ als Student zurück, in der ich Zeit für mehrere studentische Initiativen, Handball, Tennis und freie Wochenende hatte und diese Zeit wünscht man sich dann schon ein wenig zurück. Das sind dann die schweren Momente und in diesen stillt sich durch die harte Arbeit davor hoffentlich wieder ein kleiner Erfolg ein, der einen wieder motiviert und von neuem pusht.

Sian: Sie haben eine Million Euro zur persönlichen Verfügung: Was machen Sie mit dem ganzen Geld?

Einen kleinen Teil würde ich wohl für meinen Doktor zurücklegen, um auch in dieser Zeit finanziell unabhängig zu sein. Den Rest würde ich jeweils zur Hälfte in junge Start-Ups stecken und zur anderen Hälfte in Form von Mikrokrediten Unternehmern in Entwicklungsländern zur Verfügung stellen.

Sian: Wie verbringen Sie einen schönen Sonntag?

Ausschlafen, lange frühstücken, ein wenig Sport und dann mit meiner Freundin was unternehmen.

Sian: Haben Sie persönliche Idole oder Vorbilder?

Da gibt es sehr viele: Generell Menschen, die versucht haben, unter den gegebenen Bedingungen, das Beste aus sich und aus ihrem Leben zu machen, sich nie haben unter kriegen lassen und sich niemals auf dem erreichten ausruhen und die daran glauben, dass nur harte Arbeit auch zum Erfolg führt. Gute Beispiele wären Ludwig Erhardt, Nelson Mandela aber auch Oliver Samwer.

Sian: Mit wem würden Sie sich gerne einmal auf einen Kaffee oder ein Bier verabreden?

Ich würde mich gerne mal mit Steve Jobs über die Anfänge von Apple unterhalten, wie es damals war in der garage im Silicon Valley zu sitzen, mehr Hippie als Unternehmer und was er sich von früher noch bewahrt hat.

Allgemein

Was wir schon immer über Twitter wissen wollten…

alles hier in diesem Video. Ich benutze mal weiterhin meinen Blog zum Twittern….

*bin jetzt auf dem Weg zur Arbeit*… ;)

sian

Allgemein

War die Klageschrift von Facebook an studiVZ doch nur Verhandlungstaktik? ;-)

jetzt doch: Facebook akquiriert VZ-Gruppe von Holtzbrinck! hat Joel heute gesagt…….

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Wow! Gutes Timing sag ich da nur! ;-) ))

mehr zu lesen gibt`s auf:

http://www.gruenderszene.de/allgemein/jetzt-doch-facebook-akquiriert-vz-gruppe-von-holtzbrinck/