Kategorie-Archiv: Investors & VCs

Wagniskapital 2010 von iBusiness zu verschenken

Hallo meine lieben Freunde & Gründer aus dem Web-Umfeld. Wer schon immer eine Übersicht haben wollte, welche VC-Gesellschaft in welches Start-Up investiert hat, sollte jetzt kurz aufpassen. Denn iBusiness bringt mit der Unterstützung von Deutsche-Startup auch dieses Jahr wieder folgendes Plakat raus:

Abb.1 Wagniskapital 2010 – „Das offizielle Must-Have-Plakat der Szene“

Eben sind die Plakate „druckfrisch aus der Druckerei” gekommen und ich möchte unter all meinen Lesern 100 Plakate verlosen bzw. verschenken.

An dieser Stelle möchte ich mich nochmal recht herzlich bei Alex von DS & insb. Bianka Matthies von iBusiness bedanken.

Teilnahmebedingung – Wie komme ich an das Plakat?

  1. Link setzen auf http://www.sianrulai.com oder/und http://www.ibusiness.de/ von deiner Website bzw. Blog  etc.
  2. Mir kurz per Xing oder Facebook eure Adresse schicken wohin ich das Plakat schicken soll.

Das war`s auch schon! Wenn du also einen Blog o.ä. hast und dabei bist, wirst du mit hoher Wahrscheinlichkeit schon bald Post von mir bekommen!

Grüße, Sian

Ps: Alternativ könnt ihr hier das Plakat demnächst auch direkt bestellen. Ach ja, wenn alle Plakate verschickt sind werde ich hier ein update machen. Bis dahin liegt die Gewinnchance bei 100%

11 kleine aber feine Tipps für Start-Ups & Gründer

Wer mich persönlich kennt weiß dass ich Fan von Guy Kawasaki bin.

Meiner Meinung nach sollten alle Gründer sich mal seine Tipps anhören. Wer keine Zeit hat seine Bücher (Reality Check, The Art of the Start, Rules for Revolutionaries, etc.) zu lesen, oder stundenlange YouTube-Videos zusammen zu suchen bekommt hier eine kurze Zusammenfassung der elf wichtigsten Tipps, die aber keineswegs als allgemeingültige Dogmen anzusehen sind:

  1. Make Meaning
    Geld zu verdienen sollte nicht die vorrangige Priorität darstellen. Man sollte sich lieber darauf konzentrieren, etwas mit Bedeutung zu kreieren.
  2. Make Mantra
    Statt einem ellenlangen, generischen Unternehmensleitbild lieber ein kurzes aber prägnantes Mantra formulieren, das die Grundwerte des Unternehmens in maximal drei Worten beschreibt.
  3. Jump to the next curve
    Weit über den eigenen Tellerrand hinausschauen und über den eigenen Schatten springen zu können sind für einen langfristigen Erfolg von großer Bedeutung.
  4. Roll the DICE
    Deep: Ein Produkt benötigt Tiefe; Features, die über das Gewohnte hinausgehen.
    Intelligent: Konsumenten sollen merken, dass man sich wirklich Gedanken gemacht hat.
    Complete: Großartige Produkte fühlen sich schlichtweg komplett an.
    Elegant: Das Design ist für den Erfolg kein unerheblicher Faktor.
  5. Don’t worry, be crappy
    Wenn man immer nur wartet, bis etwas perfekt ist, kann man gute Gelegenheiten verpassen.
  6. Let a hundred flowers blossom
    Egal wie gut man Marktforschung betrieben hat, es kann immer sein, dass das Produkt hauptsächlich außerhalb der geplanten Zielgruppe gut ankommt. Es gilt, sich diese Situation zunutze zu machen und nicht dagegen anzukämpfen.
  7. Polarise people
    Man kann es niemals allen recht machen. Lieber eine kleine, treue Fangemeinde bedienen, als der Menge etwas Mittelmäßiges anzubieten.
  8. Churn, baby, churn
    Man sollte immer den Willen sich und das Produkt zu verbessern mitbringen. Unbedingt auf Ideen und Anregungen der Konsumenten hören.
  9. Niche Thyself
    Je einzigartiger das Produkt beziehungsweise die Dienstleistung und größer der Mehrwert für den Kunden, umso höher die Erfolgschancen.
  10. Follow the 10 20 30 rule
    Unbedingt lernen zu präsentieren! Die 10 20 30 Regel bedeutet: 10 Slides, 20 Minuten, 30 Punkt Schriftgröße.
  11. Don’t let the bozos grind you down
    Nur nicht von den Pessimisten und Deppen runterziehen lassen, wobei sich Herr Kawasaki sympathischerweise selbst nicht unbedingt aus diesen Personenkreisen ausschließt.

Grüße, Sian

Wie man sich bei Geldgeber vorbereiten sollte

Bei Paul im Blog hab ich erst was spannendes gelesen, was zu 80% sich auch mit meinen Fragen deckt. Sollte man sich auf jeden Fall mal durchlesen bevor man zum nächsten Pitch geht!

vc

Customers:
1.  Who is your target customer?
2.  Why will this customer buy from you?
3.  Have you done market testing?
4.  How many potential customers were you able to test your product on?
5.  Will these customers be willing to pay for your product?
6.  Will they only pay once or continue paying?
7.  Do you already have paying customers and if so, how many?
8.  Are you talking to your customers regularly?
9.  Has customer feedback gone into tweaking the product?

Product:
1.  Who developed the product? In-house or contract developer?
2.  Is the product done and if not, what remains to be completed?
3.  What is the underlying technology?
4.  How easily could someone copy your product?
5.  Is there a competitive product in the market already?
6.  How long did it take to create/complete your product?
7.  Are you using the product yourself?
8.  What did development cost?
9.  How will you tweak the product in the future?

Market:
1.  How big is your market?
2.  Is your market Germany, EU, World?
3.  How much of this market do you want to win?
4.  How will you address your market?
5.  What is it going to cost?
6.  How well do you know your market, i.e. have you worked in the target market?

Employees:
1.  How many do you have…..full-time, part-time?
2.  Do they have options?
3.  What kind of salaries are you paying (going to be paying)?
4.  How long have they been on board?
5.  Has there already been churn and if so, why?
6.  Who are your future hires?
7.  Do you have specific people in mind when it comes to future hires or will you need a headhunter?

Management:
1.  How many of the managers are founders?
2.  How much of their own capital have founders/management invested?
3.  What are current and future (post-financing) salaries of management?
4.  What additional management hires are necessary?
5.  What are the weaknesses of current management?
6.  Do you have company cars (yes, I will ask this!)
7.  Is the complete management team in one location or separate offices?
8.  How often does management meet as a group?
9.  How long has the management team worked together?
10. Has management had previous exit experience?
11. Has management been part of venture-backed companies previously?
12. Has management previously worked in start-ups?

Financing:
1.  How much are you raising and why?
2.  What will you initially spend the money on and how are you prioritizing this?
3.  How much time did you plan to complete fundraising?
4.  Are you looking for one or multiple investors?
5.  Do you have a valuation in mind? (Of course you do but is it negotiable?)
6.  Are you current investors participating in the round….pro-rata or more than that?
7.  If the current investors aren’t participating, why is this the case?
8.  Are future rounds planned?
9.  Will an ESOP be part of the current round?
10. How long have you already been out fundraising?

Miscellaneous:
1.  Why are you talking to us? (Seems like a no-brainer but you’d be surprised how often people stumble on this one!)
2.  What do you expect from me outside of cash?
3.  Have you done any reference calls on us?
4.  Would you like me on your board?
5.  How much time do you expect me to invest as an investor?
6.  Have you ready my blog? (Yeah, I do ask this every now and again but only when I sense that some is prepared!)

DTAG: Neuhaus Partners und T-Venture unterstützen Playnik.com

Jetzt ist es endlich public……

Investment in das Hamburger Start-up WWG Worldwidegames GmbH

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Bonn, 30. September 2009-11:02 – Die Hamburger Venture Capital Gesellschaft Neuhaus Partners hat heute gemeinsam mit dem von T-Venture gemanagten Connected Life and Work Fund ein Investment in das Hamburger Start-up  WWG Worldwidegames GmbH bekannt gegeben.

Playnik.com, das Browsergames Community Portal der  WWG Worldwidegames GmbH, bietet im stark wachsenden Massively Multiplayer Online Games (MMOG) Bereich sowohl eigene Browsergames als auch solche von Partnern an. Das Investment der beiden Venture Capital Funds ist Teil einer Series A Runde in Höhe eines mittleren einstelligen Millionen Eurobetrages. Co-Investoren sind Holtzbrinck Ventures und der High-Tech Gründerfonds, die bereits in das Unternehmen investiert waren. Playnik.com ist Herausgeber eines weit gefächerten Angebots an Browsergames. Als Browsergames der neuen Generation bietet Playnik.com mit Desert Blitz, Mission Cobra und Castle Fight nicht nur kostenlosen, lang anhaltenden MMOG-Spielspaß, sondern darüber hinaus weitere innovative Social Gaming Features.

So erhalten die Nutzer über eine einmalige Anmeldung Zugriff auf alle Spiele auf Playnik.com. Darüber hinaus werden Statistiken der Spieler in den verschiedenen Spielen aufgenommen und der Community angezeigt. Bei Videospielern besonders beliebt ist die Möglichkeit, sich nicht nur bei einem Spiel zu messen, sondern dies Spiel-übergreifend zu tun. Harald Eisenächer, Mitglied des Segmentvorstands Products & Innovation der Deutschen Telekom führt dazu aus: „Onlinespiele zählen in Deutschland zu den Angeboten mit den am schnellsten wachsenden Fangemeinden im Internet. Playnik.com ist mit seinem Angebot an herausragenden Spielen und interessanten Funktionalitäten für die Spieler in diesem Markt hervorragend aufgestellt.“

Die  WWG Worldwidegames GmbH hat unter Playnik.com eine der ersten Communities für Onlinespieler aufgebaut. Mittlerweile tauschen sich hier mehr als eine Million Nutzer nicht nur über Spiele aus, sondern treten gemeinsam an, um weitere Level und höhere Rankings zu erreichen. „Die Zukunft gehört den Browsergames“, prognostiziert Matthias Grychta von Neuhaus Partners, „Das junge Unternehmen bietet enormes Potenzial, zu einem internationalen Big Player zu avancieren.“ In Europa und Nordamerika sind 2008 1,4 Milliarden USDollar für MMOG-Abonnements ausgegeben worden – darunter Premium-Abos ansonsten kostenlos spielbarer Games. 2013 sollen es zwei Milliarden US-Dollar sein (Subscription MMOGs: Life beyond World of Warcraft, Screen Digest, 2009).

„Wir sind von der Qualität des Unternehmens überzeugt und freuen uns darauf, gemeinsam mit den neuen Investoren das weitere Wachstum der Gesellschaft zu unterstützen.“ sind sich Sven Achter von Holtzbrinck Ventures und Björn Momsen vom High-Tech Gründerfonds einig. Robert Johnsson, CEO von Playnik.com, freut sich auf die Zusammenarbeit: „Playnik.com ist heute schon in den wichtigsten Märkten Europas vertreten, auch Nord- und Südamerika konnten bereits erschlossen werden. Mit Hilfe unserer Investoren können wir die Internationalisierung bedeutend schneller vorantreiben und weitere Social Gaming Funktionalitäten sowie neue Spiele auf Playnik.com integrieren.“

Über die  WWG Worldwidegames GmbH

Playnik.com ist die weltweit erste Next-Generation-Browsergame-Plattform, die die Vorteile einer spezialisierten Community und eines Gaming-Portals vereint. Als erste Plattform überhaupt hat playnik. com innovative Gaming Features wie den spieleübergreifenden Nik-Score, ein umfangreiches Award-System und weitere innovative Social Gaming Features veröffentlicht. Derzeit betreibt playnik. com zwölf Spiele. Zu den Top Titeln gehören Mission Cobra (das erste missionsbasierte Agentenspiel), Kiez King (das wohl beliebteste Spiel auf Deutschlands sündigster Meile) und Desert Blitz (das aktuelle Militärstrategiespiel).

Über Neuhaus Partners

Neuhaus Partners GmbH mit Sitz in Hamburg gehört zu den führenden Venture-Capital- Gesellschaften in Europa. Investiert wird vorwiegend in Unternehmen der Informationstechnologie. Seit der Gründung in 1998 wurden 49 Beteiligungen eingegangen – bei 45 ist Neuhaus Partners als Lead-Investor eingestiegen. Track Record: Zwei IPOs, siebzehn Trade Sales, drei Buy Backs, zehn Insolvenzen. Neuhaus Partners investiert inzwischen in seine dritte Fondsgeneration.

Quelle

@Tim: viele Grüße & let`s rock it!…. Sian

Gewinnchancen bei enable2start liegt bei unter 0,1%

Um dieses Jahr beim Gründerwettbewerb auf Nr.1 zu liegen liegt die Wahrscheinlichkeit bei unter 0,1%. Da wir dieses Jahr mehr als 1000 Teilnehmer haben die bei enable2start schon einen BusinessPlan eingereicht haben.

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Aber worauf muss man denn ganz besonders achten um die Chancen beim nächsten Mal zu maximieren oder wenn man sogar vor hat seinen BusinessPlan auch an Kapitalgeber weiterzuleiten?

  • Die ExSum ist kurz und ist prägnant.
  • Das Konzept muss gut beschrieben werden sowie ein Proof-of-Concept muss hervorgehen. Ein aussagekräftiger Usecase ist oft hilfreich.
  • Man muss erkennen wie man Kunden gewinnt, und wie die Marktetablierung erfolgreich durchgeführt werden kann.
  • Man muss zeigen welche IP man hat, und warum man sich mit dieser IP sich ggü. neuen Wettbewerber schützen kann. (Ich gehe mal davon aus dass keine Patente vorhanden sind)
  • Ein vorhandener Prototyp ist immer besser als die reine Idee.
  • Wenn sich schon Wettbewerber auf dem Markt tummeln, dann gibt`s nichts wichtigeres als ein USP ggü. dem Wettbewerb.
  • Die Einschätzung der Zielumsätze sowie der EBIT muss realistisch sein. (Am besten mit belastbaren Annahmen) Außerdem sollten die VCs die Möglichkeit haben nach 4-5 Jahren eine Exit-Multiplikator von 10 haben.

Ich wünsche euch dann noch viel Erfolg mit eurem Start-Up !

Sian

Die Zügel der VCs von Roland Manger

Nicht neu, aber immernoch interessant…. Gründer wissen immer mehr über ihr Unternehmen als Investoren. VCs versuchen über Liquidationspräferenzen und Verwässerungsschutz einen Teil der Informations- und Handlungs-Asymetrie auszugleichen

Fast jeder kennt ihn, den Witz mit Bill Gates, Himmel und Hölle, und der Demo-Version. So kommt es mir (und allen anderen VCs) oft vor, wenn wir ein neues Investment gemacht haben. Man kann sich noch so sehr mit einem Unternehmen beschäftigen bevor man investiert; die volle Wahrheit erfährt man immer erst nachher.

Informations-Asymmetrie ist ein klassisches Investoren-Problem. Während man bei etablierten börsennotierten Unternehmen zumindest auf eine gewisse, klare, oft über Jahre hinweg entwickelte Finanzhistorie aufsetzen kann, muss man sich bei jungen Unternehmen in viel größerem Maße auf die Aussagen der Gründer und Manager verlassen. Oft lernt man ein Management-Team und dessen Stärken und Schwächen erst richtig kennen, wenn das Geld bereits investiert ist.

VCs nutzen deshalb die Verhandlungen mit Gründern dazu, Mechanismen für die Risikobegrenzung zu vereinbaren und gleichzeitig in den Diskussionen darüber möglichst viel über das Verhalten und die Fähigkeiten der Gründer aus der Beobachtung heraus zu erfahren.

Wenn ein Gründer alles blind akzeptiert, ist dies ein schlechtes Zeichen. Der Gründer ist möglicherweise naiv, versucht nicht wirklich, die Zielsetzungen und Spielräume der anderen Seite auszuloten und ist damit wahrscheinlich nicht sehr effektiv in Verhandlungen mit Kunden und Lieferanten.

Falls die Gründer zu sehr die eigene Position optimieren wollen oder legitime Forderungen des Investoren in Frage stellen,  sind sie wohl auch nicht bereit das Unternehmen in einem partnerschaftlichen Geist aufzubauen und stoßen möglicherweise auch wichtige Mitarbeiter, Kunden oder Partner vor den Kopf.

Trotzdem investiert der VC unter hoher Unsicherheit. Die zugrunde liegende Bewertung wird vorwiegend durch Annahmen der Gründer über die Entwicklung des Unternehmens in den nächsten drei bis sieben Jahren festgelegt. Der momentane und mittelfristige Substanzwert ist praktisch Null.

VCs bestehen daher auf einer Reihe von Vereinbarungen, um Gründer zu motivieren, möglichst realistische Annahmen nach besten Wissen und Gewissen zu treffen. Dazu gehören Liquidationspräferenzen und Verwässerungsschutz.

Eine Liquidationspräferenz legt fest, dass ein Investor beim Verkauf eines Unternehmens sein investiertes Geld zurückbekommt, bevor andere Gesellschafter zum Zuge kommen, häufig auch mit einer jährlichen Verzinsung.

Der Investor hat dabei folgendes Szenario vor Augen: ein Softwareunternehmen legt einen Geschäftsplan vor, der zunächst eine Expansion des Geschäftes in die europäischen Nachbarländer und dann weltweit vorsieht. Auf der Grundlage des damit projizierten Wachstums steigt der Investor ein. Nach dem Investment entscheiden sich die Gründer jedoch, nur sehr vorsichtig zu wachsen, um weniger Risiko einzugehen, ihren Teil des Kuchens nicht wie vereinbart mit weiterem internationalen Top-Personal teilen zu müssen sowie sich und allen Mitarbeitern möglicherweise komfortablere Gehälter zu gönnen.

Damit kann jedoch nicht der Unternehmenswert geschaffen werden, welcher der Kalkulation des Investors zu Grunde lag. In einem solchen Fall sorgt die Liquidationspräferenz dafür, dass die Gründer nur dann bei einem Exit profitieren, wenn auch wirklich Wert geschaffen wurde.

Die Gründer können aber auch auf der anderen Seite vom Pferd fallen und auf maximales Risiko gehen. Möglicherweise haben sie selbst kein oder nur sehr wenig Kapital ins Unternehmen gesteckt, bekommen ein ausreichendes festes Gehalt und haben damit wenig zu verlieren. Häufig werden dann Risiken eingegangen, die nicht im Interesse aller Gesellschafter liegen, aber im Erfolgsfall den finanziellen Erlös der Gründer maximieren. Also eine hochriskante Wette auf Kosten der Investoren.

Übermäßig riskantes Verhalten der Gründer führt zu Verschwendung von Mitteln und damit zu zusätzlichem Kapitalbedarf. Muss dann das Unternehmen Kapital zu einer geringeren Bewertung aufnehmen als in vorherigen Finanzierungsrunden, so sorgt der Verwässerungsschutz dafür, dass Investoren für die daraus entstandenen Nachteile mit zusätzlichen Aktien kompensiert werden.

Sowohl bei der Liquidationspräferenz als auch beim Verwässerungsschutz gibt es Gestaltungsmöglichkeiten und Verhandlungsspielräume. Ganz verzichten wird ein professioneller Investor weder auf das eine noch das andere.

Venture Capital vs. Bootstrapping

Mit Tim haben wir heute mal wieder über was nettes diskutiert…. Es ging um “Venture Capital vs. Bootstrapping”.

Aber ich will hier gar nicht ins Detail eingehen, aber ein witziges Zwischenergebnis war, dass es für den Gründer vielleicht auch was gutes dran, wenn man von einem VC eine Absage erhält. Man bekommt gutes Feedback, und macht sich nochmal ernsthafte Gedanken über das Geschäftsmodell. ;-)

Eine alte VC Gesellschaft z.B. hat sein “AntiPortfolio” veröffentlicht, und zwar waren folgende Firmen dabei:

Apollo Computer
(acquired by Hewlett Packard)
BVP’s Felda Hardymon was offered a small position in the company’s last private round, and waved it away: too small a position, he thought, at too high a price. In less than a year it was worth 17x.
Apple Computer Apple Computer
BVP had the opportunity to invest in pre-IPO secondary stock in Apple at a $60M valuation. BVP’s Neill Brownstein called it “outrageously expensive.”
Check Point Check Point
In 1994, Gil Schwed pitched his idea to BVP’s David Cowan, who said that Gil would never get distribution in the US. The next year, Check Point got a huge Sun OEM deal and sold $25M of firewall software.
eBay eBay
“Stamps? Coins? Comic books? You’ve GOT to be kidding,” thought Cowan. “No-brainer pass.”
Federal Express Federal Express
Incredibly, BVP passed on Federal Express seven times.
google Google
Cowan’s college friend rented her garage to Sergey and Larry for their first year. In 1999 and 2000 she tried to introduce Cowan to “these two really smart Stanford students writing a search engine”. Students? A new search engine? In the most important moment ever for Bessemer’s anti-portfolio, Cowan asked her, “How can I get out of this house without going anywhere near your garage?”
Ikanos Ikanos
Rob Chandra met these guys in 2000 at the start of the telecom meltdown, and remembers saying something like, “Rajesh, I like you a lot but do you really want to build a communications semiconductor business right now?” He looked at Rob in a sort of funny way and then raised money from Greylock, Sequoia and others. They are now running at a $60 million revenue run rate by focusing 90% of their effort on the telecom boom in China.
Intel Intel
BVP’s Pete Bancroft never quite settled on terms with Bob Noyce, who instead took venture financing from a guy named Arthur Rock.
Intuit Intuit
Along with every venture capitalist on Sand Hill Road, Neill Brownstein turned down Intuit founder Scott Cook. Scott managed to scrape together only $225K from friends, including HBS classmate and Sierra Ventures founder Peter Wendell, who personally invested $25K to get Scott off his back.
Lotus & Compaq Lotus and Compaq
(formerly known as Gateway Computer)
Ben Rosen, one of the founders of Sevin Rosen, offered Felda Hardymon the chance to invest in both Lotus and Gateway Computer on the same day. Says Hardymon: “Lotus had just missed a payroll, and I was worried about the situation there. As for Gateway, I told him there was no real future in transportable computers since IBM could do it.”
Paypal Paypal
David Cowan passed on the Series A round. Rookie team, regulatory nightmare, and, 4 years later, a $1.5 billion acquisition by eBay.
Cisco Systems StrataCom
(acquired by Cisco)
Felda Hardymon: “[Sierra's] Pete Wendell asked if I’d like to look at Stratacom, which was doing a ‘fast packet switch.’ I gave him a blank stare.”

Tja, “nobody is perfect” & that`s life”  sag ich da nur….. ;)

Quelle: http://www.bvp.com/Portfolio/AntiPortfolio.aspx

erste Finanzierungsrunde für wooga – Browsergames Investments

Gestern hab ich im SEO Artikel na noch über Linklift von Patrick gesprochen. Und so schnell gibt`s schon wieder was neues von Patrick.

Jetzt ist es offiziell. Seine neue Bude, Wooge erhält eine Finanzierungsrunde von Holtzbrinck. Gratulation!

wooga_logo

Wooga hat z.B. das Spiel Brain Buddies für Facebook entwickelt, welches inzw. schon mehr als 2,5 Mio aktive Nutzer auf facebook zählt.

brain-buddies

Browser-Games, und alle sonstigen MMOG sind aktuell immernoch super HOT, da diese bei guter Realisierung absolut das potential haben zu fliegen !

Wenn der Proof-of-Concept bzgl. der Monetarisierung (EBIT zu Umsatzverhältnis) bei diesen Games da ist, dann sind dass u.a. besten Targets für die VCs.

=> von BigPoint & GameForge brauchen wir ja nicht mehr zu sprechen.

Deswegen bin ich mir jetzt nicht sicher ob ich Holtzbrinck ggü. eher neidisch bin, oder mich eher für Patrick freue dass er die Runde bekommen hat. Ich denke eher zweiteres. ;-)

Wen`s interessiert habe ich noch eine kleine Zusammenfassung gemacht von Browsergames- & Games-Beteiligungen von anderen Kollegen, die mir gerade so durch den Kopf gehen:

Holtzbrinck:

HTGF:

  • bailamo
  • northworks
  • orbster
  • playnik

Burda:

  • gameduell
  • incgamers

Dumont:

  • gimigames
  • northworks

Hasso Plattner

  • sMeet

Tiburon

  • Gamersprofile

ps: die Liste ist sicherlich nicht vollständig. Da solltet Ihr euch schon das Plakat Wagniskapital 2009 besorgen. Grüße, Sian.

M&A-Review der deutschen IT-Branche, 1. Halbjahr 2009

Uj, von CatCap gibt`s mal wieder wertvolle News über das erste Halbjahr 2009. das erste Halbjahr 09 war bezogen auf die M&A-Aktivitäten innerhalb der deutschen IT-Branche von Zurückhaltung auf Seiten der Strategen und Finanzinvestoren gekennzeichnet. Mit 132 Transaktionen vermeldete die Branche 30 Prozent weniger Deals im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr. Parallel hierzu ist auch das Transaktionsvolumen rückläufig: lag der durchschnittliche IT-Deal im ersten Halbjahr 2008 noch bei über € 9 Mio., waren es in den vergangenen sechs Monaten nur noch durchschnittlich € 3,2 Mio.


Eine genauere Analyse zeigt, dass vor allem Strategen sehr zurückhaltend sind. Dies überrascht, denn das aktuelle Bewertungsniveau sollten Strategen jetzt eigentlich für entschlossene Zukäufe nutzen – es scheint ihnen jedoch noch ein wenig der Mut zu fehlen. Nach den starken Kurseinbrüchen zum Jahreswechsel und dem sehr volatilen Frühjahr haben sich die Unternehmensbewertungen mittlerweile stabilisiert und bieten faire Einstiegspreise bei gut positionierten Unternehmen. Auf der Verkäuferseite werden substantiell höhere Bewertungen wohl hingegen erst ab 2011/ 2012 mit einer dann wieder steigenden Profitabilität realisiert werden können. Von unseren aktuell begleiteten Transaktionen wissen wir jedoch, dass in Wachstumsbranchen auch in diesem Jahr “gute Multiples bezahlt werden”. Mit der üblichen Earnout-Phase, die in ein sich aufhellendes wirtschaftliche Umfeld hineinreicht, kann ein sehr ordentlicher zweiter Kaufpreis erzielt werden.

Auf der Verkäuferseite ist jetzt im zweiten Halbjahr der Zeitpunkt des Handelns gekommen, um zusammen mit einem strategischen Partner die Geschäfte unter einem größeren Schirm weiterzuentwickeln. Beides wird das strategisch motivierte M&A-Geschehen in der IT-Industrie im zweiten Halbjahr treiben, so dass wir davon ausgehen, auch in 2009 noch einige interessante Deals zu sehen. Erste prominente Beispiele: Anfang Juli veröffentliche die Software AG ein Übernahmeangebot für die IDS Scheer AG, ebenfalls Anfang Juli verkauft die United-Internet-Tochtergesellschaft Adlink ihr Geschäft mit graphischer Online-Werbung an den französischen Konkurrenten Hi Media für € 29,4 Mio – die zwei größten Transaktionen innerhalb der deutschen IT-Branche in 2009!

Auf der anderen Seite sind die Finanzinvestoren, wenn auch auf niedrigerem Niveau als noch in 2008, zaghaft aktiv. Finanzinvestoren zeichneten sich für knapp 60% (Vorjahr 52%) aller IT-Deals im ersten Halbjahr in Deutschland verantwortlich. Jedoch ist zu beobachten, dass in erster Linie vielfach Folgerunden für das bereits bestehende Portfolio gesichert werden. Häufig werden hierzu auch öffentliche Beteiligungsgeber wie die KfW oder die MBGs hinzugezogen. Bei echtem Neugeschäft sind die Finanzinvestoren jedoch zurückhaltend geworden. Unternehmen, die Kapital für zukünftiges Wachstum benötigen, sollten sich daher frühzeitig um potentielle Geldgeber bemühen und ausreichend Zeit und Geduld für einen mitunter zähen und langwierigen Prozess mitbringen.

Die von CatCap erstellte Auswertung aller Transaktionen innerhalb der deutschen IT-Industrie erlaubt einen detaillierten Vergleich zum Vorjahreshalbjahr:

transaktionen1

Da hat Mark mal wieder TOP Arbeit geleistet….

grüße, Sian.

wie Kinder jetzt Programmieren lernen und den Gaming Markt revolutionieren könnten

Meine Schwester hat ja nen kleinen Sohn/WeiWei (er ist jetzt ca. 6 J. alt) und hat mich neulich gefragt was ich empfehlen würde, wie er später Programmieren lernen sollte. An für sich denke ich ja dass man nicht zu schnell anfangen sollte, damit er nicht zum “freak” wird, aber es hat später schon so seine Vorteile, wenn man als Unternehmer auch ein gutes Verständnis für die Software-Entwicklung hat. Also hab ich mich etwas auf die Suche gemacht und bin gerade duch zufall fündig geworden:

Dank Kodu können Kinder jetzt spielend Programmieren lernen!

Nun, aus der Sicht von Microsoft ist das ein meega Ding, wenn die es schaffen Konsolenspiele “social” zu machen, bzw. Teenies eines Tages für andere Teenies Spiele entwickeln, und “schnell” zugänglich machen. Dann bin ich mir sicher, dass die es schaffen werden bald auch Nintendo + Co. links liegen zu lassen! (btw. das wäre auch ein super VC-Deal für die Browser-Gaming-Branche) nur leider investieren diese heute noch in 0815 Browsergames (bzw. “alte Konzepte aka Devs entwickeln und Spieler spielen => hört sich doch nach Web1.0 an oder nicht???”) Nicht, dass die Branche Browsergames schlecht sei, nur heute noch gegen Player wie BigPoint, Gameforge + Co. anzutreten finde ich nicht so spannend, auch nicht wenn man die Taschen mit 500k voll hat ist das nur ein Tropfen auf dem heissen Stein.

Nicht verwunderlich, dass schon jetzt die ersten jetzt schon wieder vom Pferd abspringen. Bigpoint z.B. wurde z.B. vor 2-3 Tagen für ca. 70 Mio. an NBC Universal verkauft. Da haben die Samwer-Brüder, UI, Aurelia und der Gründer Heiko Hubertz mal wieder richtig gute arbeit geleistet. Glückwunsch sag ich da nur!!!!