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Interviews

Markus Wölflick von gutefrage.net im Interview

Sian: Du bist seit fast 4 Jahren CEO bei gutefrage.net. Und seit Anfang 2010 auch CEO bei pointoo.de. Wie bekommst du alles unter einen Hut, und wie sieht ein typischer Arbeitstag bei dir aus?

  • Mit den Aufgaben ist glücklicherweise auch unser Team personell mitgewachsen. Wir haben es geschafft für alle leitenden Funktionen echte Online-Experten mit Führungserfahrung zu gewinnen und an die gutefrage.net zu binden. Folglich konnte ich mich in den letzten Monaten etwas mehr aus dem Tagesgeschäft von gutefrage.net zurückziehen und mich vermehrt unserem neuen Projekt www.pointoo.de widmen. Mit dem locaten based service Pointoo haben wir noch viel vor und wollen dort v.a. Community Funktionen ausbauen, um mehr Bewertungen, Kommentare und Nutzereinträge zu generieren
  • Mein typischer Arbeitstag gliedert sich völlig unspektakulär in etwa 50% Meetings mit den Team und 50% Arbeitszeit am Rechner. Abends tauche in dann hin und wieder gerne selber in unsere Communities mit ein als normaler Nutzer.

Sian: Was war bisher dein größter beruflicher Erfolg & Misserfolg?

  • Mein größter Erfolg ist sicherlich die erfolgreiche Gründung von gutefrage.net die letzten knapp 4 Jahre, dokumtiert etwa im erstmalige Aufstieg in die Top 10 der AGOF (IV-2009). Wobei der Erfolg ja auf guter Teamarbeit beruht und auch der Geldgeber Holtzbrinck seinen Anteil am Erfolg daran hat.
  • Misserfolge gehören dazu und die gab es immer mal wieder in den bisherigen beruflichen Stationen beim ADAC Verlage, amazon.de und Thalia. Besonders in Erinnerung ist mir mein sehr, sehr kurzes berufliches Intermezzo bei der Süddeutschen Zeitung – irgendwie war mein Aufgabengebiet schon besetzt, als ich anfangen wollte. Also alles andere als ein Erfolg.

Sian: Wenn ich mir eure IVW-Zahlen anschaue mit über 30. Mio. Visits im April, dann wirst du ja einiges richtig machen. Was sind deine Geheimnisse zur Nutzergewinnung?

  • Mit gutefrage.net haben wir von Anfang an im ganzen Team einen klaren Fokus auf den Schwerpunkt „Ratgeben“. Deswegen ging es uns nie um die Masse an Neuregistrierungen, sondern immer mehr darum, ein gemeinsames Ziel zusammen mit den Nutzern auf der website zu verfolgen. Gutefrage Nutzer sollen anderen Nutzern helfen. Dieser Fokus hat eine schöne Eigendynamik entwickelt und uns im Schwerpunkt weitere Nutzer gebracht, die das selbe Ziel verfolgen – ab dem Zeitpunkt konnten wir stark von Weiterempfehlung als „Marketinginstrument“ bauen. Auf unseren jungen thematisch ausgerichteten Plattfomen wie www.finanzfrage.net oder www.gesundheitsfrage.net gehen wir identisch vor und auch dort sind wir in der Nutzergewinnung auf einem sehr guten Weg
  • Einen zweiten Schwerpunkt in unserem Reichweitenaufbau bildet die Suchmaschinenoptimierung. Wir freuen uns, wenn ratgebende Inhalte von gutefrage nicht nur den eingeloggten Nutzern weiterhelfen, sondern auch Nutzern, die über Suchmaschinen auf gutefrage kommen

Sian: Deine Prognose zum iPad. Top oder Flop? Wird es bald auch eine gutefrage-App für`s iPad geben?

  • Ich vermute mal zwischen Top und Flop. Der aktuelle Hype kommt mir überzogen vor. Wobei ich in dem Punkt bestimmt ein schlechter Tippgeber bin. Auch dem iPhone hätte ich den großen Erfolg so noch vor einem Jahr nicht zugetraut
  • Mit gutefrage und pointoo haben wir im mobilen Bereich Nachholbedarf. Mal sehen, was uns heuer dazu noch gelingt

Sian: Was sind deiner Meinung nach die wichtigsten 5 Erfolgsfaktoren für ein Web-Start-Up?

1)      Ein klares Konzept inkl. einer Vorstellung, wie die websites auch Umsätze abwirft

2)      Einen Fokus auf wenige Fachbereiche, in denen man versucht, nicht nur gut sondern sehr, sehr gut zu werden

3)      Ein kleines, hoch motiviertes Team von erfahrenen Onlinern

4)      Ausreichend Finanzierung zumindest mal für ein Jahr, denn Wunder auf den ersten Metern nach der Gründung geschehen eher selten

5)      Die website selbst braucht einen eindeutigen USP. Man sollte in einem Satz erklären können, warum die Online Welt dieses neue Projekt braucht

Sian: Was sind die News, die ihr über euer Unternehmen in den Nachrichten lesen wollt? Wie würde diese Schlagzeile aussehen?

  • Ich versuche es mal mit zwei ganz unterschiedlichen news, einer mehr aus der B2C Ecke und einer mehr aus der Branchenecke

1)      Immer mehr Gutefrage.net Nutzer helfen mit ihren Erziehungstipps jungen Vätern und Müttern mit einfühlsamen Antworten

2)      Gutefrage.net erstmals in den Top 5 der AGOF

Sian: Welches Buch hast du als letztes gelesen? Welches würdest du weiterempfehlen?

  • Den „Räuber Hotzenplotz“ zusammen mit meinem 4 jährigen Sohn. Er ist total begeistert und ich kann diesen Kinderbuchklassiker von Otfried Preussler gerne weiterempfehlen für Papas mit kleinen, wilden Jungs oder Mädchen – aber den kennt ja eh jeder

Sian: Ich danke dir, dass du dir die Zeit genommen hast!

Mehr Informationen zu gutefrage.net:

http://www.gutefrage.net/

Interviews

Jochen Gary und Björn Sjut von be2.de im Interview

Sian: Hi Björn & Jochen, ihr seid  ja bei der Partnerbörse be2 für`s Marketing verantwortlich. Und das scheint recht erfolgreich zu sein. Gratulation! Welche Marketingformen setzt Ihr ein?

  • be2 unterscheidet ganz klassisch zwischen Online und Offline Marketing. Im Online Umfeld setzen wir auf Display Ads, SEA, SEO und Social Media Ads. Dies ergänzen wir durch TV in ausgewählten Märkten. Wir sponsoren auch Events und bieten so interessierten Singles auf Partnersuche auch die Möglichkeit uns kennenzulernen, z.B. das BarCamp München. Jochen hat den Hut für SEO auf, ich für das restliche Online Marketing.
    Kurz zum Hintergrund: be2 ist eine Partnerbörse für Singles im Internet. Wir unterstützen die Partnersuche durch unseren wissenschaftlichen Persönlichkeitstest und darauf basierenden Partnerempfehlungen.

Sian: Jochen, alle Start-Ups konzentrieren sich derzeit auf SEO. Google baut das Thema Universal Search immer weiter aus. Glaubst du dass langfristig die Suchmaschinenoptimierung weiterhin so eine Bedeutung haben wird? Oder sogar noch mehr?

  • Suchmaschienenoptimierung wird auch in Zukunft von großer Bedeutung sein. Allerdings wird es für Unternehmen, die mit SEO erfolgreich sein wollen, schwieriger sich vom Wettbewerb zu differenzieren und alle relevanten Bereiche von SEO abzudecken. Das betrifft nicht nur die Bereiche Dating oder Partnersuche im Internet.
    Nicht nur Start-ups konzentrieren sich auf SEO. Das Thema ist auch in vielen großen Unternehmen angekommen. Diese bauen SEO-freundliche Websites und achten auf Link-Strukturen. Zusammen mit den Start-ups wird es damit zunehmend schwieriger für Nicht-Nischen-Themen zu ranken. SEO bleibt dabei für viele ein signifikanter Online Kanal. Das heißt im Umkehrschluss: SEO halbherzig geht nicht mehr, Unternehmer müssen richtig investieren, um erfolgreich zu sein. Search in News, Maps, Blogs … die Nutzerzahlen von Facebook entsprechen denen von Google … das sagt mir SEO bedeutet zunehmend, dass man sich nicht nur um die Suchergebnisse in Google, sondern eben auch um Social Media kümmern muss.

Sian: Björn, gibt es auch Offline-Kampagnen mit denen du gute Erfahrungen gemacht hast? Wie macht man hier das Tracking?

  • Klar haben wir gute Erfahrungen mit Offline Kampagenen gemacht. Wir tracken zum Beispiel, indem wir im Zeitraum der Online-Kampagne den relativen Anstieg der Nutzer zum Normallevel messen. Das ist ganz gut möglich, wenn die Rahmenbedingungen der Offline-Kampagne konstant bleiben. Andere Möglichkeiten bestehen darin, spezielle Landing Pages oder spezielle TV-Domains in der Kampagne zu bewerben. Der Traffic über diese kann dann direkt zugeordnet werden. Da nie alle die Landing Page ansteuern werden, ist das nie 100% korrekt. Außerdem messen wir Anstiege der Google Brand Searches. Wer Telefon-Conversions durch Offline-Marketing erzeugen will, sollte eine andere Telefonnummer in diesen Kampagnen einsetzen, als bspw. auf der Website und so die Conversions zuordnen.

Sian: Was sind die größter Fehler man im Online-Marketing machen kann. Was waren bisher deine schlimmsten Faupax?

  • Definitiv einfach laufen lassen. Online Marketing braucht Steuerung. Jeden Tag kann sich etwas ändern. Wir würden diesen Fehler natürlich nie machen.

Sian: Ihr scheint euch im Marketing ja recht gut auszukennen. Jochen, wie war dein Einstieg und wie hast du dich am Anfang eingearbeitet?

  • Das Internet bietet ein wahre Fülle an Infos zum Thema SEO. Da kann man sich gut einlesen. Ich denke da an Klassiker wie die Google-eignenen Blogs oder SEOMOZ, aber auch Blogs von Freunden. Das Wissen konnte ich dann mit den anderen SEOs bei be2 diskutieren. Diese brachten dann das Branchenwissen zum Thema Partnerbörse, Online Dating & Co. mit und somit ging der Einstieg für mich recht schnell. Die Mischung aus Technik- und Markt-Sicht fand ich von Anfang an spanned.

Sian: Neben be2 gibt es ja noch zahlreiche andere Dating- & Matchmakingportale wie z.B. eDarling, neu.de, friendscout24, meetic etc. Wie schaffst du hier die Differenzierung im Online-Marketing und was würdest du anderen Gründer empfehlen?

  • Unterschieden wird bei Online Partnerbörsen zwischen Dating und Matchmaking. Die Partnerbörse be2 zielt auf die Vermittlung langfristiger Partnerschaften auf Basis konkreter Partnervorschläge ab und ist damit ein Matchmaker.
    Kundenzufriendheit ist unser höchstes Ziel, daher arbeiten wir ständig an weiteren Verbesserungen unserer Partnerbörse Plattform im Sinne unserer Nutzer. Unser Kundenservice erhält immer Bestnoten in unseren Befragungen, worauf wir stolz sind. be2 ist einzigartig, da wir in mehr als 35 Ländern aktiv sind und damit wirklich global operieren. Das schafft eine einzigartige Arbeitsatmosphäre. Egal ob „Frau sucht Mann“ oder „Er sucht Sie“, auf Basis unseres Persönlichkeitstest bekommen unsere Kunden personalisierte Partnervorschläge. Das ist uns wichtig.
    Gründern kann ich empfehlen von vorne herein zu überlegen: Was an meinem Geschäftsmodell ist kopierbar? Im Netz ist es immer noch Usus andere Seiten zu klonen. Differenzierung wird dann sehr schwer, wenn der Fast Follower alles sofort nachmacht.

Sian: Jochen, was sind deiner Meinung nach die wichtigsten Faktoren um eine hohe CVR zu erzielen?

  • Aus meiner Sicht sind das: „richtiger“ Traffic, d.h. die Besucher sind mit einer passenden Intention auf der Seite gelandet (Keywords, Bilder in Banner), Seitenladezeit, schnelle Vermittlung des Service-Angebots (2 Sekunden max.), ansprechendes Design, Trust-Elemente, weiterführende Informationen wenn gesucht, einfach zu findende Registrierung und einfache Registrierung, also so wenig Daten wie möglich abverlangen.

Sian: Björn, welches Web-Unternehmen hat deiner Meinung nach die besten Landingpages?

  • Das hängt stark davon ab, was das Ziel des Unternehmens ist. Google wird immer noch besser darin, über seine „Landing Pages“ Suchen zu erzeugen. Bspw. indem Navigationselemente, die nicht direkt suchbezogen sind, erst verzögert eingeblendet werden.
    SEOMOZ (http://www.seomoz.org/pro_landing.php) hat ein sehr schönes Beispiel für eine sehr lange Landing Page, die ein komplexes Produkt ausführlich erklärt und trotz vieler Bildschirmlängen einen kontinuierlichen Conversion Druck mit dem Ziel Aboverkäufe aufbaut.
    Es gibt also aus meiner Sicht nicht ein Unternehmen, das die perfekte Landing Page für jeden Zweck baut. Aber man findet je nach Unternehmensziel immer gute Best-Practice-Beispiele, wenn man sich ein wenig umsieht.

Sian: Welches Buch hast du als letztes gelesen? Welches würdest du weiterempfehlen?

  • Jochen: fachlich – http://www.seobook.com/blog, nicht wirklich ein Buch, aber ab und an gute SEO Infos und Analysen J – Belletristik – D. Benioff „City of thieves“, definitiv empfehlenswert
  • Björn: Das Buch „What makes them Click – Neuro Based Web Design“ von Susan M. Weinschenk. Es ist ein Versuch, Erkenntnisse aus der Neurologie auf die Optimierung von Online-Angeboten anzuwenden, der in Teilen sehr gut gelungen ist.

Sian: Ich danke dir, dass Ihr Euch dir die Zeit genommen habt!

Vielen Dank von uns beiden.

Mehr Informationen zur be2 Partnerbörse für Singles:

http://www.be2.de/

Interviews

Mario Körösi von werbeboten.de im Interview

Sian: Hi Mario, du bist ja gerade dabei werbeboten.de zu gründen? Was macht werbeboten und was macht euch so besonders?

  • An der Idee zu werbeboten.de arbeiten wir seit einem halben Jahr. Damals sind wir auf Jason Sadler von iwearyourshirt.com aufmerksam geworden – der Werbe-T-Shirts trägt und sich selbst online vermarktet. Wir haben überlegt wie wir das Konzept breiter aufstellen können und kamen so auf werbeboten.de. Bei werbeboten.de können z.B. Studenten durch das Tragen von Werbe-T-Shirts Geld verdienen. Sie erstellen einen kurzen online Bericht und schießen ein Foto etc. Das besondere an werbeboten.de ist, dass wir werbenden Unternehmen jeweils die passenden Werbeboten für ihr Produkt anbieten können. Durch unseren Auswahlprozess stellen wir sicher, dass wir wirklich interessierte und aktive Werbeboten für die jeweilige Kampagne auswählen. Im besten Fall werben die Unternehmen damit sogar direkt in Ihrer Zielgruppe – wie z.B. bei unserer aktuellen Kampagne mit bookya.

Sian: Du hast vor kurzem ja bereits erfolgreich ein anderes Projekt gelaunched und habt sogar das Exist Gründerstipendium erhalten. Woher nimmst du die unternehmerische Kraft so viel parallel zu machen?

  • Vor rund zwei Jahren habe ich angefangen, an netzschaffende.de zu arbeiten – damals noch neben meinen Job als Gründercoach an der Handelshochschule Leipzig. Dort habe ich einige Erfahrung mit dem Umgang von Förderprojekten gesammelt und es letztlich geschafft, ein Gründerstipendium des BMWi für mein Team und mich zu erhalten. Ich mache nicht so viel parallel. Die Idee zu werbeboten.de hat mit einer Gedankenspielerei begonnen und sich verselbstständigt. Das geht im Moment auf Kosten von netzschaffende.de. Man sollte natürlich aufpassen, dass man den Fokus nicht aus den Augen verliert.

Übrigens, netzschaffende.de bietet Gründern und kleinen Unternehmen die Möglichkeit, schnell Aufgaben wie die Erstellung von Webseiten, Logos oder Übersetzungen durch Freischaffende zu erledigen.

Sian: Was war bisher dein größter beruflicher Misserfolg? Bzw. Was war der größte Fehler den du jemals gemacht hast?

  • Mein größter Fehler war bei netzschaffende.de insgesamt zu lange für die Entwicklung gebraucht zu haben. Wir wollten alle Eventualitäten berücksichtigen und haben viel zu langfristig gedacht. Bis wir am Markt waren, haben andere ähnliche Konzepte parallel entwickelt und sind jetzt weiter als wir. Das lief bei werbeboten.de z.B. anders.

Sian: Wie ist deine Meinung zu: “Bootstrapping vs. VC-Kapital“? und Warum?

  • Durch Bootstrapping – einer Form der Eigenfinanzierung – wird relativ schnell klar, ob ein Projekt finanziell funktionieren kann oder nicht. Das Resultat von Bootstrapping sind effiziente, schlanke Strukturen, welche von Anfang an aufs Geldverdienen ausgerichtet sind, denn Geld, was ausgegeben wird, muss hier immer erst durch Umsätze eingenommen werden. Was keinen Umsatz bringt, wird somit nicht gemacht.

Für Projekte wie aktuell z.B. citydeal.de ist eine (VC-) Finanzierung aber unumgänglich, da ein solches Modell zu Beginn keinen Gewinn abwirft und einen hohen Investitionsbedarf besitzt.

Für mich persönlich überwiegen die Vorteile von Bootstrapping im Moment – dazu gehören mehr Selbstbestimmung und ein breiteres Aufgabenspektrum. Man hat aber nicht immer die Wahl, denn einige Geschäftsmodelle sind nur durch hohe Anfangsinvestitionen erfolgreich durchzusetzen z.B. gegenüber Konkurrenten.

Sian: Was sind deiner Meinung nach die wichtigsten Erfolgsfaktoren für ein Web-StartUp?

  • Der wichtigste Erfolgsfaktor ist meiner Meinung nach ein gutes Team, das unbürokratisch und unkompliziert zusammenarbeitet. Die Teammitglieder sollten sich im Kern einig sein, wohin die Reise wie geht und mit komplementären Fähigkeiten ausgestattet sein. An einem von beiden scheitert es meiner Meinung nach in den meisten Fällen.

Sian: Welche Tipps würdest du anderen Gründern mit auf dem Weg geben?

  • Gut überlegen mit wem ihr ein Unternehmen gründet, denn so leicht kommt man nicht mehr auseinander. Überlegt auch ob ihr nicht einige (wenige) Anteile an Unterstützer abgebt. Es kann ungemein hilfreich sein, jemand an das Unternehmen zu binden, der später als Türöffner für die großen Deals sorgt.

Sian: Stell dir vor du hast 3 Millionen und könntest in 3 Start-Ups (die nicht älter sind als 12 Monate) jeweils 1 Million investieren. Welche wären das? (dich selbst natürlich ausgeschlossen)

  • Darauf kann ich im Moment keine richtige Antwort geben. Ich habe kürzlich einige Gründerpitches gesehen. Dort waren tolle Ideen dabei– allerdings nicht Web. Investieren würde ich auf jeden Fall in awibra.de (;

Sian: Was sind die News, die ihr über euer Unternehmen in den Nachrichten lesen wollt? Wie würde diese Schlagzeile aussehen?

  • Über werbeboten.de? „Werbeboten überall: Heute sind 10.000 Werbeboten in ganz Deutschland unterwegs!“

Sian: Welches Buch hast du als letztes gelesen? Welches würdest du weiterempfehlen?

  • Ich habe kürzlich ein Buch über Google SEO /  SEM gelesen. Ich mag auf jeden Fall die Bücher von S. Hawking und co lieber. In meinem nächsten Leben werde ich Astro-Physiker.

Sian: Stell dir vor es würde kein Internet geben, was für ein Start-Up hättest du dann gegründet?

  • Die Nachfrage nach Bratwürsten ist gerade extrem hoch und hier gibt es noch keinen Bratwurststand, was ich nicht verstehe.

Sian: Ich danke dir, dass du dir die Zeit genommen hast!

Mehr Informationen zu Werbeboten

http://www.werbeboten.de/

Interviews

Paul Piper von bazaaria.com im Interview

Sian: Wie bist du auf den Namen und auf die Geschäftsidee gekommen, und was unterscheidet euch von Seiten wie z.B. bimply?

Bazaaria ist ein Marktplatz zum freien Handel im Internet – das Konzept gleicht dabei eher einem Basar als einer Auktionsplattform und hebt sich damit deutlich von dem Gros der Konkurrenz ab.

Die Idee kam mir während des Studiums. Ich selbst bin Autodidakt, gehöre jedoch gleichzeitig zu der Sorte Mensch, die sich des guten Gefühls wegen, trotzdem die Lernunterlagen kauft.  Das wurde damals jedoch schnell zum Problem, da ich zwar fortlaufend neue Bücher beschaffte, diese jedoch nicht wieder loswurde. Mit den großen Plattformen hatte ich schlechte Erfahrungen gemacht und ich fragte mich warum es denn im Internet keinen echten Basar gibt, obwohl es für mich doch die natürlichste Form des Handels ist. Klar, andere Plattformen von Tauschplattformen über Auktionshäusern bis hin zu Anzeigenmärkte gab es, aber so richtig verstanden fühlte ich mich nicht. Bazaaria soll diese Lücke schließen.

Bimply selbst kenne ich leider nur in groben Zügen, soweit ich weiß, steht dort jedoch der Community-Gedanke im Vordergrund. Bazaaria hingegen soll Privatnutzern die Möglichkeit bieten den Tausch & Verkauf so einfach und sicher wie möglich über das Internet abzuwickeln. Unsere Nische sind die „von Privat an Privat“-Geschäfte! Für diese Zielgruppe lohnt sich unser Angebot – an Powersellern haben wir kein Interesse. Die Unterstützung, die wir dabei bieten und die Anreize, die wir für einen sauberen Austausch setzen, sind dabei lediglich die Voraussetzung, nicht jedoch das Ziel der  Unternehmung.

Sian: bazaaria hast du ja sehr professionell & schnell aufgezogen, wem gebührt der größte Dank bzw. wer hat dir am meisten geholfen?

Zunächst einmal vielen Dank für das Kompliment. Ich denke jedoch, dass der Ruhm nicht mir, sondern in erster Linie meinem Team gebührt. Jedes Team-Mitglied ist ein absoluter Spezialist in seinem Gebiet und von dem Erfolg unserer Unternehmung überzeugt. Es mag ein wenig arrogant klingen, aber ich glaube, dass uns alleine das von dem Gros der Masse abhebt. Auf die Frage wem der größte Dank gebührt, kann ich also nur ganz klar sagen: Jenni, Adrian, Dejan, Lukas, Niko und Jan.

Natürlich haben wir aber auch eine große Reihe von externen Unterstützern. Sehr viele Leute sind uns wohlgesinnt, zeigen Verständnis für unsere Belastung oder sind so toll wie unsere eigenen Kunden. Letztere beleben nicht nur die Plattform, sondern weisen uns stetig auf Schwachstellen hin.

Zu guter Letzt jedoch darf man gewiss auch nicht unsere Kritiker vergessen. Auch wenn es weh tut, so helfen Sie uns doch, uns immer weiter auf unsere Stärken zu fokussieren und das Angebot weiter auszubauen. Genau daher soll die Kritik jedoch unser Ansporn sein.

Sian: Wie ist deine Meinung zu: “Bootstrapping vs. VC-Kapital“? und Warum?

Wie alles im Leben, ist es auch mit der eigenen Kapitalisierung eine schwierige Sache. Die Vorteile von VC-Kapital liegen auf der Hand: man bekommt eine gewisse Planungssicherheit, zumindest bis zur nächsten Kapitalisierungsrunde, kann theoretisch im Bereich des Marketing aus den Vollen schöpfen und hat, fast automatisch, bei den Medien ein stärkeres Standbein, da ein VC in der Regel bereits andere Startups erfolgreich aufgebaut hat – mit fremden Lorbeeren schmücken ist auch hier erlaubt, da es ja um die eigene Reichweite geht.

Gleichzeitig verrennt man sich bei VC-Kapital hingegen häufig in der Sicherheit. Ein VC rät  zum schnellen Wachstum und um das zu ermöglichen, begehen viele den Fehler immer mehr eigene Kompetenzen aus der Hand und externen Ratgebern zu geben. Dies kann gut gehen, ist in der Regel aber ein Spiel mit dem Feuer, da es dazu verleitet weniger selbst zu denken und zu konzeptionieren.

Aber auch das Bootstrapping, also das Gründen mit wenig Kapital, hat so seine Tücken. Wer denkt, dass es auch nur ein einzelnes Startup komplett ohne Kapital geschafft hat, ist leider auf dem Holzweg. Die Präsenz bei den Medien ist zu Beginn gleich null, man wird auch extern nur als Startup X wahr genommen und ohne Kapital sieht es auch mit der Kundenakquise mau aus. Einziger Ausweg: man muss besser sein! Das wiederum, ist leider leichter gesagt als getan und ohne ein dickes Fell, Durchhaltevermögen und ein wenig an Arroganz grenzender Überzeugung gewiss nicht möglich.

Sian: Was sind deiner Meinung nach die wichtigsten 5 Erfolgsfaktoren für ein Start-Up? & Welche Tipps würdest du einem Start-Up geben? Und was sollte ein Gründer auf jeden Fall wissen?

Ich denke, dass sich jeder Gründer bewusst sein muss worauf er sich einlässt und dass er ein dickes Fell braucht. Es ist interessant zu sehen, dass die Meinungsmacher im Netz in den seltensten Fällen selber einmal gegründet haben. Daher ist es auch kaum verwunderlich, dass etliche Gerüchte einem ein falsches Bild von der Branche geben.

Zunächst einmal sollte man nie erwarten, dass ein Startup durch irgendein mystisches Event zum Erfolg wird – besonders nicht das Eigene. Wenn man im Web viel Unterwegs ist, so wirkt jede Erfolgsgeschichte so, als wäre sie von Beginn an genauso geplant und eingetreten. Auch wenn dies eine tolle Vorstellung ist und keiner davor komplett gefeit ist (seien wir ehrlich, jeder Gründer hofft darauf), so muss man sich immer wieder vor Augen halten: (1) Es gibt keinen Big-Bang der zum Erfolg hilft! Man sollte seine Zeit also lieber darauf verschwenden stetig und konsequent an den Kampagnen und dem eigenen Angebot als auf einen Zeitpunkt hin zu arbeiten.

Des Weiteren unterschätzt man gerne, wie anstrengend es ist sich der täglichen Kritik zu stellen. Gerade zu Beginn wird man entweder gar nicht oder nur negativ wahrgenommen. Die Kritik, dass man eben (noch) nicht zu den Großen gehört ist dabei so selbstverständlich wie auch unnötig. Das sollte einem aber unter keinen Umständen davon abhalten sich dennoch klar als ein Mitbewerber zu platzieren und mutig den jetzigen Status Quo als solchen zu bewerben – egal ob man selbst anders denkt, der Kunde wird es nicht zu schätzen wissen, wenn man von seiner tollen Firma der Zukunft spricht. (2) Stell dich der Kritik und lerne also damit umzugehen – bewirb immer den Status Quo.

Für deine Kunden ist es zudem extrem wichtig, dass du eine klare Stellung beziehst. Man sollte klar von seinem Angebot sprechen und dies konsequent ausbauen. Sobald man sich dazu verleitet sieht vielleicht auch andere Geschäftsmodelle oder Funktionen in die Plattformen einzubauen, die ja ach-so-praktisch sind, so sollte man schleunigst vor die Tür und klare Gedanken sammeln. Der Weg wird gewiss nicht dadurch einfacher, dass man sich selbst mit anderen Konzepten und Funktionen ablenkt – der Kunde wird dies nicht verstehen und man selbst vermutlich auch nicht nutzen. Definiere lieber klar deine Zielgruppe – wenn diese zu Beginn noch nicht klar ist, taste dich an diese ran und fokussiere dich immer weiter. Bedenke: (3) Nur wer seine Zielgruppe kennt, kann mit seinem Angebot punkten.

Außerdem ist es von enormer Wichtigkeit ein gutes Netzwerk zu besitzen. Auch wenn man dies selbst viel zu wenig mitbekommt, so sind es häufig wohlgesinnte Bekannte, die das Unternehmen vorwärts bringen. Gerade auch zu Beginn kann das eigene Netzwerk helfen die richtigen Medien anzusprechen, die richtigen Blogs und Webseiten ausfindig zu machen oder Rabatte zu ergattern. Daher: (4) Kenne dein Netzwerk und baue es konsequent aus. Ein netter Plausch auf einer Messe kann schon mal den Unterschied machen zwischen einem guten Backlink und keiner Resonanz.

Zu guter Letzt, aber vermutlich am wichtigsten, ist für mich die Erkenntnis, dass der eigene Erfolg immer von der persönlichen Reichweite abhängt. Egal ob eingekauft oder selbst hart erarbeitet, das was erfolgreiche Unternehmen von den kleinen Startups abhebt ist die Kunst (5) Reichweite zu genieren und Meinungen zu schaffen. Es klingt so einfach und doch muss man sich erst verdeutlichen, dass man erst mit steigender Reichweite relevant genug ist für die großen Medien, Blogs und Webseiten. Diese Relevanz muss man jedoch konsequent selber schaffen – man sollte also keine Gelegenheit auslassen, egal wie winzig, dies zu tun.

Sian: Ich danke dir, dass du dir die Zeit genommen hast für das spitzen Interview!

Mehr Informationen zu Bazaaria:

http://www.bazaaria.com/

Interviews

Moritz Theisen von pearlfection.de im Interview mit Sian-Ru Lai

Sian: Wo haben sich die Gründer von Pearlfection kennen gelernt?

  • Wir kennen uns bereits seit der Grundschule und sind seitdem befreundet. Dass wir nun auch zusammen bei Pearlfection.de arbeiten ist eher dem Zufall geschuldet, da wir beide zur gleichen Zeit, in der gleichen Stadt gründungswillig waren und uns vom Hintergrund – Online und Schmuck – gut ergänzen.

Sian: Glaubst du dass Mass Customization ein langfristiger Trend sein wird? Oder wurde das nur in den letzten 2-3 Jahren gehyped?

  • Ich denke, dass Mass Customization ein langfristiger Trend ist, der letztendlich in der steigenden Individualisierung der Gesellschaft begründet ist und sich im Kaufverhalten fortsetzt. Der Schmuckmarkt ist einer der ältesten Märkte der Welt.

Das Bedürfnis individuellen, einzigartigen Schmuck zu tragen ist ebenso alt  und wird Offline bereits gut bedient – angefangen mit Perlenmärkten zum Schmuck selbst gestalten bis zur professionellen Anfertigung von Schmuck – Unikaten mit Edelsteinen durch Juweliere.  www.pearlfection.de greift dieses Bedürfnis auf und verbindet den Schmuck – Kauf und die Schmuck – Gestaltung mit dem Komfort und den Visualisierungsmöglichkeiten des Internets.

Sian: Pearlfection konnte ja sehr solide & erfolgreich starten, wem gebührt der größte Dank bzw. wer hat dir am meisten geholfen?

  • Der Dank gebührt vielen Parteien gleichermaßen: Freunde & Familie, Business Angels, Mitarbeitern und letztendlich den Kunden, die regelmäßig Schmuck bei Pearlfection kaufen.

Sian: Was sind deiner Meinung nach die größten Hürden, wenn ein Start-Up sich für ein MassCustomization Geschäftsmodell entscheidet? Gibt es Gründe, sodass du Gründer ggf. sogar MassCustomization abraten würdest?

  • Die größte Hürde ist meiner Meinung nach die Marktgröße. Mass Customization bedeutet ja letztendlich immer auch ein Mitwirken des Kunden – wenn auch möglichst in unterschiedlichen Intensitätsgraden. Der Kunde muss Spaß haben am Schmuck gestalten haben. Entsprechend ist die Marktgröße sehr entscheidend sowie die Möglichkeit, eine Individualisierung aus Sicht der Kunden möglichst einfach zu gestalten. Der Markt für Schmuck sowie der Markt zum Schmuck selbst gestalten bzw. individuellen Schmuck ist entsprechend groß und wir meinen, mit www.pearlfection.de hier ein schönes Angebot geschaffen zu haben.

Sian: Was sind deiner Meinung nach die wichtigsten 5 Erfolgsfaktoren für ein Online Start-Up?

  • Markt, Team, Kapital, Netzwerk, Spaß

Sian: Findest du dass ein Start-Up erst launchen wenn das Online-Produkt zu 100% fertig ist, oder eher rel. früh in die OPEN-Beta gehen, sodass man schneller am Markt ist?

  • Schwer zu sagen. Das kommt ganz auf die Branche an. Ich denke in vielen Fällen war es vorteilhaft, früh rauszugehen und dann weiter zu verfeinern.

Sian: Stell dir vor du hast 3 Millionen und könntest in 3 Start-Ups (die nicht älter sind als 12 Monate) jeweils 1 Million investieren. Welche wären das? (dich selbst natürlich ausgeschlossen)

  • Ich kann das nur auf Branchen begrenzen: e-commerce, mobile applications, renewable energy

Sian: Was sind die News, die ihr über euer Unternehmen in den Nachrichten lesen wollt? Wie würde diese Schlagzeile aussehen?

  • Pearlfection ist Europas führendes Schmuckportal. Durch die Möglichkeit individuelle Schmuckstücke kinderleicht Online zu gestalten und direkt zu bestellen sowie durch eine einfache, intuitiv bedienbare Technologie hat Pearlfection ein Einkaufserlebnis geschaffen, dass auf breiter Basis von den Kundinnen angenommen wird und so ein weiteres erfolgreiches Beispiel im Mass Customization Segment darstellt.

Sian: Welches Buch hast du als letztes gelesen? Welches würdest du weiterempfehlen?

  • Das Fest des Ziegenbocks von Mario Vargas Llosa

Sian: Stell dir vor es würde kein Internet geben, was für ein Start-Up hättest du dann gegründet?

  • Ich finde den Offline Schmuck Markt ebenfalls sehr attraktiv.

Sian: Ich danke dir, dass du dir die Zeit genommen hast!

Mehr Informationen zu Pearlfection auf www.pearlfection.de

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Interviews Marketing - SEO/SEM/SMO

Stefan Rabsch von Zalando im Interview mit Sian-Ru Lai

Sian: Hi Stefan, du bist ja SEO Manager bei Zalando. Und das scheint recht erfolgreich zu sein. Gratulation! Wie hast du es geschafft dein SEO-Know-How so schnell aufzubauen?

  • Bei Zalando bin ich ja erst seit ein paar Wochen und kann dort auf ganz gute Vorarbeit aufbauen. Mein Know-How im SEO-Bereich habe ich vor Allem durch zwei Jahre Suchmaschinenoptimierung beim Gesundheitsportal imedo.de und durch viel Lesen von Blogs, Büchern und E-Books erlangt. Zudem war und bin ich auf den bekannten Konferenzen und habe mit vielen anderen SEOs gesprochen. Auch Stammtische und Workshops helfen dem SEO-Wissen immer ein Stückchen weiter. Zudem blogge ich auch selbst unter www.linklover.de.

Sian: „SEO vs. SEM“ – Was ist wichtiger? Und auf welches Thema sollte sich deiner Meinung nach ein Internet-StartUp am meisten konzentrieren?

  • Das kommt natürlich immer auf das Geschäftsmodell an. SEO ist ein Marketing-Kanal der zeitintensiv ist und Geduld erfordert, dafür aber auch recht kostengünstig ist.  Will man dagegen schnelle, kurzfristige Erfolge sollte man auf SEM zurückgreifen. Optimal ist es natürlich, wenn man auf den Suchergebnisseiten von Google und Co. beide Kanäle belegen kann.

Sian: Was sind deine Top 3 Lieblingstools für erfolgreiches SEO-Management?

  • Ich arbeite viel mit den SEO-Tools von SISTRIX und Searchmetrics. Auch die Google Webmaster-Tools verwende ich regelmäßig. Natürlich gehört auch ein gutes Web-Analytics System zur erfolgreichen SEO-Arbeit, z.B. Webtrekk oder Google Analytics. Und Excel ist natürlich immer ein gern genommener Helfer in Sachen Datenauswertung und Reportings.

Sian: Was sind deiner Meinung nach die größten zwei Do‘s & Don`ts in der SEO-Off-Page-Optimierung, die man machen kann?

  • Was man auf jeden Fall machen sollte, ist viele hochwertige Links zu streuen, um damit mehr Aufmerksamkeit im Netz zu gewinnen. Dabei sollte man auf die Themenrelevanz achten und versuchen die Domainpopularität – also Links von möglichst vielen unterschiedlichen Websites – zu steigern. Was nicht geht in der Off-Page-Optimierung ist Linkpakete zu kaufen und dann denken damit hat man seinen Linkaufbau erledigt. Blindes Vertrauen in Dienstleister ist auch ein häufiger Fehler. Hier sollte es immer eine Qualitätskontrolle geben.

Sian: Die Meinung einiger Spezialisten gehen ja weit auseinander, wenn es darum geht ob man sich auf Short-Head oder Long-Tail-Keywords konzentrieren sollte. Welche Meinung vertrittst du, und warum?

  • Auch wieder eine Frage des Geschäftsmodells. Es gibt halt Keywords, für die es sich lohnt auch im Short-Head Bereich gut zu ranken. Diese Keywords haben meist eine etwas niedrigere Conversionrate, aber bringen sehr viele Besucher mit der Marke bzw. Website in Berührung. Ein Kauf findet ja durchaus erst nach mehreren Besuchen statt. Diese trafficstarken Keywords sind aber zum Teil so umkämpft, dass es sich dann evtl. eher lohnt auf Keyword-Kombinationen oder den extremen Long-Tail zu optimieren. Diese eher trafficschwachen Keywords sollten dann aber in einer gewissen Masse vorhanden sein, um wesentlichen Traffic zu erzeigen. Dazu müssen also viele Informationen auf der Seite vorliegen, z.B. Produktdatenbanken oder redaktionelle Artikel.

Sian: Wie ist deine Meinung? „Inhouse SEO“ vs. „Externe SEO Dienstleister“ und Warum?

  • Will ein Unternehmen für Traffic- oder Umsatzsteigerung explizit Suchmaschinenoptimierung nutzen, sollte ein Inhouse-SEO im Unternehmen sein. Dies ist vor Allem deshalb der Fall, weil Suchmaschinenoptimierung so viele verschiedene Unternehmensbereiche berührt, die ein externer SEO-Dienstleister gar nicht alle involvieren kann, z.B. das Produktmanagement, Web-Entwicklung, Redaktion oder Einkauf. Aber auch mit externen Dienstleistern und Beratern lässt sich gut arbeiten, wenn die Qualität stimmt. Vor Allem kommt hier meist ein guter Blick von außen auf die eigene Website.

Sian: Welche drei Web-Unternehmen sind hinsichtlich SEO am erfolgreichsten? (Zalando natürlich ausgeschlossen)

  • Wenn ich mir den SISTRIX-Sichtbarkeitsindex – eine Wert für die Präsenz einer Internet-Domain in Google.de – anschaue, sind das die Firmen Amazon, eBay und Ciao. Aber auch viele kleinere Web-Unternehmen machen in ihren Branchen inzwischen sehr gute SEO-Arbeit und sind damit erfolgreich.

Sian: Welches Buch hast du als letztes gelesen? Welches würdest du weiterempfehlen?

  • Für den Bereich SEO und Online-Marketing habe ich inzwischen eine ganze Reihe an Büchern im Regal. Etwas intensiver habe ich zuletzt in das Buch „Suchmaschinen-Optimierung für Webentwickler“ von Sebastian Erlhofer geschaut, welches mehr auf die technischen Aspekte von SEO eingeht. Wer tiefer in die Materie einsteigen will sollte sich auch mal die englische Literatur anschauen, z.B. „The Art of SEO“.

Sian: Ich danke dir, dass du dir die Zeit genommen hast!

Interviews Marketing - SEO/SEM/SMO

Marketingexperte Stefan Lenhof im Interview mit Sian-Ru Lai

Sian: Hi Stefan, du bist ja bekanntlich für Online-Marketing verantwortlich. Was sind deine Lieblings Marketingformen? Und warum?

  • Hi Sian. Ich beschränke mich nicht immer nur auf Online, sondern plane und setze auch in anderen Kanälen Kampagnen um. Eine „Lieblingsform“ habe ich eigtl. gar nicht. Man geht ja je nach primärem Kampagnenziel (Nutzer generieren, Abverkauf, Stärkung der Marke etc.) vor und sucht sich hier die performantesten Methoden. Manche Dinge transportiere ich gut mit einem Banner, für andere benötige ich einen 30 Sekunden TV Spot.

Sian: „SEO vs. SEM vs. Social Media vs. TV vs. Offline“ Was ist wichtiger? Und auf welches Thema sollte sich deiner Meinung nach ein Internet-StartUp am meisten konzentrieren? Und in welcher Reihenfolge sollte man diese Marketingkampagnen angehen?

  • Das hängt meiner Meinung nach davon ab, was dem Unternehmen am wichtigsten ist und wie man mit VC etc. ausgestattet ist. SEO sollte von vorneherein in der Produktentwicklung berücksichtigt werden, da sich die Erfolge meist ein wenig zeitversetzt einstellen. SEM ist gerade im eCommerce ein reichweitenstarker und leicht skalierbarer Kanal. Mit Social Media kann ich für virale Verbreitung & Präsenz sorgen,  tolles „brand involvement“ schaffen und die ersten Evangelisten um mein Unternehmen sammeln. TV & Offline sind meist eher budgetintensiv, wenn man aber eine schnelle Marktdurchdringung erreichen will, durchaus praktikabel.

Sian: Gibt es auch Offline-Kampagnen mit denen du gute Erfahrungen gemacht hast? Wie sollte ein Start-Up hierfür das Tracking machen?

  • Es gibt eine Menge Möglichkeiten im Offline-Bereich. Ich persönlich habe ganz gute Erfahrungen mit Print gemacht, z.B. Beileger. Hierbei ist es wichtig, wie man die Zielgruppe selektiert (falls möglich) und abholt.

Tracking ist leider meist nicht so detailliert wie im Online möglich, aber auch hier kann man mit speziellen Partnerverlinkungen und Landing Pages arbeiten und jedem Kanal so eine eigene Performance beimessen. Abstrahleffekte können dann z.B. über Marktforschung ermittelt werden.

Sian: Du scheinst dich im Marketing ja recht gut auszukennen, wie war dein Einstieg und wie hast du dich am Anfang eingearbeitet? Gibt es Bücher die du empfehlen würdest?

  • Mein Einstieg war eigentlich „learning by doing“, ich hatte keine spezielle Marketingausbildung o.ä. Ich glaube beim Marketing macht man vieles auch aus dem Bauch heraus. Man benötigt viel Empathie für den Endverbraucher bzw. die Person, die man mit seiner Kampagne erreichen möchte.

Das letzte Buch was mich zu dem Thema wirklich fasziniert hat war „Buyology“ von Martin Lindstrom. Neuromarketing ist einfach ein verdammt spannendes und bisher kaum erforschtes Feld.

Sian: Wie ist deine Meinung? „Marketingbudget aus dem eigenem CashFlow“ vs. „Marketingbudget von BusinessAngels und VCs“ und Warum?

  • Auch hier kann ich keine konkrete Antwort geben, das hängt immer ganz von den Unternehmensansprüchen in Sachen Wachstum etc. und dem Wettbewerbsumfeld ab. Verfügt man über genügend VC und das Produkt steht, kann man durchaus z.B. für den Launch finanziell in Vorleistung gehen. Das sollte aber kein Dauerzustand sein, sonst wurde das Budget ja irgendwo nicht effizient genug eingesetzt.

Sian: Was sind deiner Meinung nach die wichtigsten Faktoren um eine hohe CVR zu erzielen?

  • Ein Produkt, was einen enormen Sog bzw. pull-Effekt erzeugt, stringente Kommunikation über alle Werbemittel und Kampagnen hinweg, ständige Optimierung aller Punkte an denen ich Conversion verlieren kann.

Sian: Welche 3 Web-Unternehmen hat deiner Meinung nach die besten Landingpages?

  • Hm. Erfahrungsgemäß sind die Dating- und Partnerportale immer sehr stark in der Landing Page Optimierung, sprich iLove, neu.de, Parship, eDarling etc.

Sian: Ich danke dir, dass du dir die Zeit genommen hast!

  • Sehr gerne! Hat Spaß gemacht!
Entrepreneurs Interviews

Sebastian Sieglerschmidt von 7trends im Interview mit Sian-Ru Lai

Sian: Seit der Gründung 2008 habt Ihr bis jetzt ja einen grandiosen Start hingelegt! Was ist das für ein Gefühl so schnell so erfolgreich zu werden, und sein eigener Chef zu sein?

  • Aus meiner Sicht geht nichts darüber, sein eigener Chef zu sein. Das ist natürlich eine Typfrage. Mir macht es einfach großen Spaß, eigene Ideen und Vorstellungen direkt verwirklichen zu können. Besonders schön ist es natürlich, wenn man dann auch noch Erfolg dabei hat. Und noch schöner ist es, wenn man durch ein so tolles Team unterstützt wird, wie dies bei 7trends-Enamora der Fall ist.

Sian: Ihr habt vor demnächst die 8-stellige Umsatzmarke zu knacken. Mit welchen Marketingkanälen habt ihr besonders gute Erfahrungen gemacht? Und was macht euch jetzt während/nach der Wirtschaftskrise so optimistisch?

  • Von der Wirtschaftkrise bekommen wir nicht so viel mit, weil der Markt für Bekleidungshandel im Internet insgesamt so stark wächst. Wir müssen uns eigentlich nur darauf konzentrieren, einen möglichst großen Teil dieser neuen Online-Käufer für uns zu gewinnen. Dabei liegt unser Schwerpunkt klar im Online-Marketing. Wir bevorzugen performance-basierte Kanäle, und eine klickbasierte Abrechnung sehen wir in heutigen Zeiten als das Mindeste, was ein Werbetreibender erwarten kann. Immer wieder probieren wir auch „klassische“ Marketing-Maßnahmen aus. Die meisten dieser Maßnahmen, beispielsweise Print-Anzeigen oder TV-Spots, sind aber für unser Business-Modell nur bedingt geeignet – oder einfach völlig überteuert.

Sian: Was war in der Expansionsphase die größten Stolpersteine von 7trends?

  • Da fallen mir vor allem zwei Themen ein: Einerseits der große Kapitalbedarf, den so ein Mode-Onlinestore wie wir hat. Je schneller man wachsen möchte, desto größer wird dieser Kapitalbedarf. Andererseits der Aufbau einer vernünftigen Teamstruktur. Wenn man ständig neue Leute einstellt, dann muss man darauf achten, dass genügend „alte Hasen“ da sind, die die neuen anlernen können. In einem Unternehmen mit einem Durchschnittsalter von etwa 28 Jahren kann das eine echte Herausforderung sein.

Sian: Welche Relevanz sollte SEM & SEO für ein Start-Up haben? Sollten Gründer selbst Kenntnisse in diesem Bereich haben?

  • Das kommt ganz sicher auf das Geschäftsmodell an. Für uns als Mode- und Unterwäsche-Online-Händler sind SEM und SEO wichtige Marketing-Bausteine. Daher sollten Gründer sich entweder sehr gut damit auskennen oder aber zumindest Grundkenntnisse mitbringen und sich möglichst schnell jemanden ins Team holen, der Ahnung hat. Von der Arbeit mit Agenturen halte ich nicht so viel.

Sian: Wenn du die Zeit zurückdrehen könntest bevor du bei McKinsey angefangen hast. Glaubst du 7trends wäre auch ohne deine Erfahrung von McKinsey genauso erfolgreich geworden?

  • In den ersten Monaten bei 7trends habe ich meiner Zeit bei McKinsey recht kritisch gegenüber gestanden. Das lag vermutlich daran, dass ich gemerkt habe, wie langweilig das Berater- im Vergleich zum Unternehmerleben ist. Viele Dinge, die für eine Arbeit „im richtigen Leben“ wichtig sind, lernt man außerdem bei einer Tätigkeit als Berater nicht. Zum Beispiel, wie man unterschiedlich stark motivierte Mitarbeiter anleitet oder wie man im Tagesgeschäft Priorisierungs-Entscheidungen über knappe Ressourcen trifft. Aber mittlerweile weiß ich: Jeweils mehr als fünf Jahre Beratererfahrung haben es meinem Mitgründer Jochen Heemann und mir ermöglicht, viele Dinge in unserem Geschäft vorherzusagen bzw. zu planen, zu denen wir als Uni-Absolventen in dieser Form nicht hätten Stellung beziehen können. Wir entscheiden (fast) alles alleine und sind nicht auf regelmäßige Absprache mit unseren Investoren angewiesen, wie dies in anderen Startups mit jüngeren Gründern üblich ist. Mit anderen Worten: Ohne die McKinsey-Erfahrung hätten wir vergleichbaren Erfolg sicher nur durch mehr Entscheidungshilfe von außen haben können, in unserem Fall haben wir das meiste ganz alleine voranbringen können.

Sian: Die englische Firma ASOS hat ja ein ähnliches Geschäftskonzept. War es für eure Kapitalakquise eher hilfreich, da ein Proof-of-Concept vorhanden war,  oder war die Existenz von ASOS eher hinderlich da ASOS ja bei den VCs als potentielle Konkurrenten angesehen werden könnten?

  • Ich denke, es war eher hilfreich. Anders als zum Beispiel bei Social-Networking-Konzepten gilt für den Mode-Handel zum Glück kein „Winner Takes It All“-Prinzip. Es ist ja für H&M, Zara und C&A auch kein Problem, nebeneinander Milliardenumsätze zu erwirtschaften, obwohl sich deren Preispositionierungen in vielen Bereichen überschneiden. Daher hat uns – und auch unsere Investoren –die Frage nach der Konkurrenz durch ASOS nie sonderlich stark beschäftigt.

Sian: Was für eine Art von Support bekommt man vom Inkubator (Rocket Internet), nach einer Beteiligung?

  • Gerade zum Beginn von 7trends haben wir von Rocket eine Menge Starthilfe bekommen, insbesondere auf technischer Seite. Auch heute noch profitieren wir vom hervorragenden Rocket-Know-How, z.B. im Bereich Online-Marketing sowie von Rahmenverträgen, welche von Rocket für die Beteiligungen ausgehandelt werden und auch vom Austausch im Startup-Netzwerk.

Sian: Was sind deiner Meinung nach die wichtigsten 3 Kriterien für ein Start-Up für die Zusammenarbeit mit den Investoren?

  • Als erstes denke ich da ganz klar an eine möglichst große Transparenz über die eigenen Zahlen. Ein Investor weiß es zu schätzen, wenn man „auf Knopfdruck“ sagen kann, wo man genau steht. Wichtig ist es hierbei, mit einer Handvoll wichtiger Kennzahlen eine Top-Management-Perspektive bieten zu können. Kein Investor hat Lust, sich mit „Zahlenfriedhöfen“ in Excel zu beschäftigen. Als zweites halte ich die Erfüllung oder besser Übererfüllung der eigenen Pläne für wichtig. Mit einer unrealistischen Planung tut man niemandem einen Gefallen. Als drittes erscheint mir eine regelmäßige, proaktive Kommunikation für unabdingbar. Wer sich als Portfolio-Manager um mehrere Startups kümmert, hat keine Lust, ständig den neusten Informationen hinterherzulaufen.

Sian: Stell dir vor du könntest in 3 Start-Ups (die nicht älter sind als 12 Monate) jeweils 1 Million investieren. Welche wären das? (7trends natürlich ausgeschlossen)

  • Ehrlich gesagt lässt mein Job es derzeit nur sehr bedingt zu, mich regelmäßig über das Geschehen in der Startup-Szene zu informieren. Ich kann daher auch keine vernünftige Antwort auf diese Frage geben. Mich beeindrucken nfon und amiando, weil sie es geschafft haben, ein „uraltes“ Produkt bzw. eine seit langem existierende Dienstleistung durch das Internet neu zu erfinden. Aber beide Unternehmen sind auch schon ein wenig älter. Eins ist klar: Ich würde in kein Unternehmen investieren, dass City-, Local-, Group- oder sonst irgendwelche Deals für Gruppen anbietet. Vielleicht ein Fehler?!

Sian: Was sind die News, die ihr über euer Unternehmen in den Nachrichten lesen wollt? Wie würde diese Schlagzeile aussehen?

  • „In 2010 hat 7trends-Enamora hat seinen Umsatz im Vergleich zu 2009 verfünffacht.“

Sian: Ich danke dir, dass du dir die Zeit genommen hast!

Mehr Informationen zu 7trends

http://www.7trends.de

Interviews

tape.tv ist das Musikfernsehen der Zukunft – Conrad Fritzsch im Interview

Sian: Als ich das erste mal auf tape.tv gekommen bin war ich hell begeistert, und glaube sogar dass das sogar das nächste „last.fm“ werden kann. Wie bist du überhaupt auf den Namen und auf die Geschäftsidee von tape.tv gekommen?

  • Stephanie Renner und ich haben das Musikfernsehen von morgen gemeinsam entwickelt. Wir wollten ein Musikfernsehsender erfinden, der den Zuschauer einerseits unterhält, also rund um die Uhr redaktionell zusammengestellten Content spielt, und anderseits die Möglichkeit bietet, für den User das Programm in seinem Sinne zu beeinflussen, so dass Deine Musik Dich finden kann. last.fm war durchaus eine von vielen Inspirationsquellen.

Sian: Was war bisher dein größter beruflicher Misserfolg? Bzw. Was war der größte Fehler den du jemals bei tape.tv gemacht hast?

  • Generell gibt es eine große Diskrepanz im Markt zwischen dem Wunsch nach Veränderung und den Handlungen in der Realität. First Mover zu sein, ist oft viel anstrengender, als ich gedacht habe.

Sian: Der Start bei tape.tv war ja sehr erfolgreich, wem gebührt der größte Dank bzw. wer hat dir am meisten während der Gründungsphase geholfen?

  • Stephanie Renner, Lars Dittrich, meine Familie und meine Freunde

Sian: Wie ist deine Meinung zu: “Bootstrapping vs. VC-Kapital“? und Warum?

  • tape.tv hat selbst mit viel Eigenkapital und somit mit einem Bootstrapping Ansatz begonnen. Das war anfänglich die Beste Lösung um das Kind zum Laufen zu bringen. Nach nun mehr als anderthalb Jahren verlassen wir uns außerdem auf Venture Kapital, den jetzt geht es darum erwachsen zu werden.

Sian: Was sind deiner Meinung nach die wichtigsten 5 Erfolgsfaktoren für ein Start-Up?

  • Immer individuell auf jeden Fall abgestimmt, aber: 1. Einfachheit bei der Produktbedienung, bei gleichzeitig komplexer Logiken im Hintergrund. Stichwort Simplexity. 2. Always on, for everybody, everywhere.  3. Strong Branding 4. So platt es sich anhört: Sich selbst treu bleiben 5. Leidenschaft im Herzen und Punk in jeder Handlung.

Sian: Welche Marketing-Tipps würdest du einem Start-Up geben?

  • First: You have to be hot, hot ,hot. Du musst brennen. Also: machen, machen, machen
  • Glaube an Deine Idee und sprich darüber
  • Das Teuerste ist nicht immer das Beste: Guerilla und Social Media Marketing Maßnahmen können, wenn clever umgesetzt, einen guten Effekt erzielen
  • Den Kunden/Usern zuhören und einen Dialog mit ihnen eingehen

Sian: Stell dir vor du hast 3 Millionen und könntest in 3 Start-Ups (die nicht älter sind als 12 Monate) jeweils 1 Million investieren. Welche wären das? (tape.tv natürlich ausgeschlossen)

  • Txtr, Apple und Soundcloud

Sian: Stell dir vor es würde kein Internet geben, was für ein Start-Up hättest du dann gegründet?

  • Wenn es kein Internet gäbe, hätte ich ein Bio-Fast Food Geschäft mit Lieferservice.

Sian: Ich danke dir, dass du dir die Zeit genommen hast!

Mehr Informationen zu tape.tv

http://www.tape.tv/

Entrepreneurs Interviews

Tom Strohmeier von „Codingpeople – Design trifft HTML“ im Interview mit Sian-Ru Lai

Sian: Du hast gerade eben codingpeople.de gelaunched. Wie fühlst du dich?

  • Mehr als erleichtert, dass wir endlich live sind und ich bin super stolz und gespannt auf die weiteren Steps, die wir mit Codingpeople machen werden.

Tom Strohmeier - Codingpeople

Sian: Was macht codingpeople.de in einem Satz?

  • Wie unser Claim hoffentlich mehr als deutlich macht, coden wir für unsere Kunden Designs (PSDs und andere Formatvorlagen) in valides XHTML/CSS.

Optionssätze von mir ;) – Wir verstehen unseren Dienst als B2B eCommerce im Bereich Webdesign und Webprogrammierung. Neben zwei Packages als Basis, hat der Kunde diverse Layout-Optionen nach seinen individuellen Wünschen und die Möglichkeit CMS Templates coden zu lassen.

Sian: Wie bist du auf die Geschäftsidee gekommen und was war so dein Initialzünder?

  • Die Idee für ein gemeinsames Startup kam von zwei Mitgesellschaftern bei einem sonnigen Frühstück in Berlin. Nach zwei, drei Ideen und Vorschlägen, haben wir uns für die Idee rund um Codingpeople entschieden. Das Potenzial dahinter und die flexiblen Möglichkeiten, Codingpeople.de weiter auszubauen und zu skalieren, haben uns mehr als überzeugt.

Sian: Was war bisher dein größter beruflicher Misserfolg? Bzw. Was war der größte Fehler den du jemals gemacht hast?

  • Ich habe gestern einen schönen Film gesehen, in dem ein älterer Mann sinngemäß gesagt hat, dass man nicht aus seinen Erfolgen lernt, sondern aus seinen Fehlern. Von daher ist es wieder schwierig „Fehler“ im Leben als solche zu bezeichnen. Bei Viclaroo haben wir/ich sicherlich viele Fehler gemacht (Teambuilding, VC-Gespräche etc.). Ohne diese Erfahrungen und die interessanten Kontakte aus der Zeit, hätte ich jetzt aber sicher nicht Codingpeople.de als neues Startup gestartet.

Sian: Wie ist deine Meinung zu: “Bootstrapping vs. VC-Kapital“? und Warum?

  • Ich glaube persönlich, dass dieses Thema zu sehr diskutiert wird. Wenn du in einem Projekt die Möglichkeit hast, dieses ohne großes VC-Kapital zu launchen, wirst du einen Teufel tun und diese Runde im Vorfeld fahren. Bei Viclaroo bspw. ist ein Bootstrapping so gut wie unmöglich. Codingpeople hingegen macht für mich gerade den Reiz aus, dass man VC-Kapital lediglich als Option in Betracht ziehen kann! Ob Bootstrapping oder VC-Kapital hängt also immer von der Idee ab und dem Weg, der bis zum Launch genommen werden muss. Als Wachstumsfinanzierung ist VC-Kapital aber ein sehr interessanter Weg und irgendwann auch notwendig, wenn ein Projekt überproportional skalieren soll.

Sian: Was sind deiner Meinung nach die wichtigsten 5 Erfolgsfaktoren für ein Start-Up?

  • Teammitglied A
  • Teammitglied B
  • Teammitglied C
  • …soll ich weiter machen mit D und E?

Sian: Stell dir vor du hast 3 Millionen und könntest in 3 Start-Ups (die nicht älter sind als 12 Monate) jeweils 1 Million investieren. Welche wären das? (dich selbst natürlich ausgeschlossen)

  • Ich hatte in den letzten Monaten viel darüber nachgedacht, als Controlling-Berater in den Startup Bereich einzusteigen. In dem Feld sind viele eCommerce Projekte super reizvoll. Da ich selbst als Privatperson nur in Startups investieren würde, die mich vom Geschäftsmodell interessieren, würde ich mir Projekte aus diesem Umfeld suchen.

(1)   Bei Zalando.de hatte ich mal 2Tage „reingeschnuppert“ und deren Potenzial ist sicher offensichtlich.

(2)   Woonio.de finde ich auch super spannend. Immer nur Ikea ist ja langweilig ;)

(3)   Woabi.de wäre auch ein Projekt, bei dem ich sicher drüber nachdenken würde

Sian: Was sind die News, die ihr über euer Unternehmen in den Nachrichten lesen wollt? Wie würde diese Schlagzeile aussehen?

  • (2010) Tom Strohmeier von Codingpeople.de im Interview: „Dieses Wachstum in den letzten Monaten hat uns mehr als begeistert. Mittlerweile vertrauen uns Kunden auch außerhalb Deutschlands…Codingpeople wächst und wächst und wächst“

Sian: Welches Buch hast du als letztes gelesen? Welches würdest du weiterempfehlen?

  • Ich habe momentan zwei klasse Bücher die ich lese. „I know you got soul“ von Jeremy Clarkson hatte ich mir mal in England vor zwei Jahren gekauft und das lese ich immer mal wieder auf’s neue. Echt ein verrückter Typ.
  • Das zweite ist spitze geschrieben und kann ich nur empfehlen für alle, die im Internet unterwegs sind: „Website Boosting 2.0“ von Mario Fischer.

Sian: Stell dir vor es würde kein Internet geben, was für ein Start-Up hättest du dann gegründet?

  • Wow schwer zu sagen. Wahrscheinlich würde ich dann momentan weiter Aufträge annehmen über die Controlling-Beratung oder ich hätte irgendwann die Nase voll davon und würde irgendwas im Tourismus und/oder Gastro-Bereich machen. Experimentieren beim Kochen oder besser „frei nach Schnauze“ (sorry) ist ein leidenschaftliches Hobby von mir.

Sian: Ich danke dir, dass du dir die Zeit genommen hast!

Vielen Dank – hat Spaß gemacht Sian J

Mehr Informationen zu Codingpeople – Design trifft HTML

http://www.codingpeople.com